Ausstellung über Dortmunder Griechen der 1970er Jahre
Das Hoesch-Museum zeigt bis zum 28. Juni 2026 die Ausstellung „Wie’s innen aussieht, geht niemand was an…“. Die Schau präsentiert Fotografien von Jürgen Spiler und Thomas Strenge, die 1976 den Alltag griechischer Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter in Dortmund dokumentierten.
Reportage aus dem Jahr 1976
Die beiden Fotografen begleiteten damals mehrere Monate lang Mitglieder der griechischen Community in Dortmund. Ihre Schwarz-Weiß-Fotos zeigen Alltagsszenen aus Familienleben, Freizeit und Arbeit sowie Einblicke in Wohnsituationen und soziale Bedingungen.
Fast 5.000 Menschen aus Griechenland lebten zu dieser Zeit in Dortmund, viele im Umfeld des Borsigplatzes oder des Hafens. Die Fotografien entstanden ursprünglich als Auftragsarbeit für die „Dortmunder Auslandskulturtage“ 1976.
Wiederentdeckte Fotos und neue Perspektiven
Wiederentdeckt wurden die Bilder durch Museumsleiterin Isolde Parussel bei Recherchen für eine Ausstellung zur Münsterstraße. Neben den Fotografien von Spiler und Strenge sind auch rund 300 Aufnahmen von Jugendlichen zu sehen, die damals mit geliehenen Kameras ihr eigenes Leben dokumentierten.
Die Ausstellung zeigt die Lebensrealität der ersten Gastarbeitergeneration und lädt Besucherinnen und Besucher ein, Orte, Menschen und Geschichten aus der damaligen Zeit wiederzuentdecken.
Begleitprogramm zur Ausstellung
- Führungen mit den Fotografen am 15. März, 12. April, 17. Mai und 14. Juni, jeweils 11–12 Uhr
- Erzählcafé „Griechen in Dortmund“ am 26. April um 14 Uhr
- Lesung „Daughters and Sons of Gastarbeiters“ am 31. Mai um 14 Uhr
- Dokumentarfilm „Sofia & Stella. Zwei Erzählungen vom Dort und Hier“ am 7. Juni um 14 Uhr
- Finissage am 28. Juni um 11 Uhr
Besuch und Öffnungszeiten
- Ausstellung: 1. März bis 28. Juni 2026
- Ort: Hoesch-Museum, Eberhardstraße 12, Dortmund
- Eintritt: frei
- Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch 12–17 Uhr, Donnerstag 9–17 Uhr, Sonntag 10–17 Uhr

