Finaler Bauabschnitt der Bach-Renaturierung in Dortmund-Hörde
Im Dortmunder Stadtteil Hörde beginnt 2026 der letzte Abschnitt der blaugrünen Bach-Renaturierung im Zuge des Emscher-Umbaus. Die Emschergenossenschaft setzt gemeinsam mit der Stadt Dortmund die naturnahe Umgestaltung des noch nicht revitalisierten Oberlaufs des Hörder Bachs sowie eines Abschnitts des Marksbachs um. Der offizielle Startschuss fiel am Freitag, 13. Februar.
Rund 600 Meter Gewässer werden umgestaltet
- Bis Ende 2026 werden insgesamt rund 600 Meter Gewässerstrecke renaturiert.
- Dazu zählen 330 Meter des zur Emschergenossenschaft gehörenden Hörder Bachs von der Kleingartenanlage im Dreieck Benninghofer Straße und Am Oelpfad bis zur Einmündung des Marksbachs.
- Hinzu kommen rund 170 Meter des städtischen Abschnitts oberhalb der Einmündung sowie etwa 90 Meter des städtischen Marksbachs bis zum Durchlass unter der Straße An der Goymark.
- Der bislang technisch überformte Oberlauf südlich des Dreiecks Benninghofer Straße und Am Oelpfad wird aus seinem Betonsohlschalen-Korsett befreit.
Kosten, Förderung und Einordnung
In die Gesamtmaßnahme werden rund 850.000 Euro investiert. 70 Prozent der Kosten trägt die Emschergenossenschaft, 30 Prozent übernimmt die Stadt Dortmund. Beide erhalten Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Richtlinie „Hochwasserrisikomanagement und Wasserrahmenrichtlinie“.
„Insgesamt werden bis Ende des Jahres rund 600 Meter Gewässerstrecke umgestaltet werden“, sagt Prof. Dr. Frank Obenaus, Vorstand für Wassermanagement und Technik bei der Emschergenossenschaft.
Oberbürgermeister Alexander Kalouti erklärt: „Der Emscher-Umbau hat das Gesicht von Dortmund-Hörde maßgeblich zum Positiven verändert. Wir freuen uns, dass nun auch der Oberlauf des Hörder Bachs renaturiert wird. Da es sich räumlich und logistisch anbietet wird die Emschergenossenschaft auch den städtischen Abschnitt des Gewässers sowie den Mündungsbereich des Marksbachs mitumgestalten.“
Teil des Generationenprojekts Emscher-Umbau
Im Rahmen des Emscher-Umbaus investierte die Emschergenossenschaft bislang 139 Millionen Euro in wasserwirtschaftliche Maßnahmen in Dortmund-Hörde, im gesamten Stadtgebiet rund 865 Millionen Euro. Ziel ist die ökologische Vernetzung des Hörder Bachs mit dem Naturraum der Emscher als letzter Baustein im blaugrünen Gewässersystem.

