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"Los geht’s, Emscher nordwärts"

"Los geht's, Emscher nordwärts" hieß es am Montag, 8. Juli. Die Stadt lud interessierte Bürger*innen zu einer Info-Veranstaltung in der Waschkaue der Kokerei Hansa ein. Stadtrat Ludger Wilde und Susanne Linnebach, Leiterin des Amtes für Stadterneuerung, informierten zum IGA-Projekt "Emscher nordwärts".

Der Rat der Stadt Dortmund hatte mit seinem Grundsatzbeschluss zur Teilnahme der Stadt an der IGA 2027 im Herbst letzten Jahres den Grundstein für die weitere Konkretisierung des Dekadenprojekts "Emscher nordwärts" gelegt. Die IGA 2027 umfasst als regionales Projekt insgesamt 53 Kommunen und vier Landkreise im Ruhrgebiet. Die Schau findet von April bis Oktober 2027 statt.

Bürger*innen mit ins Boot nehmen
Am Montag, 8. Juli 2019, gaben Stadtrat Ludger Wilde und die Leiterin des Amtes für Stadterneuerung, Susanne Linnebach, interessierten Bürger*innen im Rahmen einer Beteiligungsveranstaltung auf der Kokerei Hansa die Möglichkeit, sich umfassend über das IGA-Projekt "Emscher nordwärts" zu informieren.

Linnebach und Wilde luden die Bürger*innen in der vollbesetzten Waschkaue dazu ein, Anregungen einzubringen und sich aktiv an dem Projekt zu beteiligen. Ein Impulsvortrag von Susanne Linnebach im Anschluss an die Begrüßung von Ludger Wilde, und eine kurze Diskussionsrunde zum Thema bereiteten den Boden für den anschließenden Austausch mit den Bürger*innen. Teilnehmer*innen der Runde waren neben Stadtrat Ludger Wilde Jochen Sandner (Deutsche Bundesgartenschau Gesellschaft), Ursula Mehrfeld (Stiftung Industriedenmalspflege und Geschichtskultur), Dr. Martina Oldengott (Emschergenossenschaft) und Nina Frenze (Regionalverband Ruhr).

Bianca Bendisch vom Büro IKU GmbH moderierte und leitete die abendliche Veranstaltung.

Strukturwandel 4.0
Ludger Wilde betonte in seinem Grußwort die außergewöhnliche Bedeutung der IGA für die Stadt. "Uns erwartet in den nächsten Jahren ein Strukturwandel 4.0: Brachflächenentwicklung, Energie, Wasser oder Klima – das alles summiert sich unter dem Oberbegriff IGA 2027. Er wird über die Zeit der IGA hinausreichen, die Stadtgesellschaft wird nachhaltig davon profitieren."

Den Einstieg in diesen Prozess möchten die Repräsentant*innen der Verwaltung mit den Bürger*innen finden, zu dem es auch einen Ideenwettbewerb geben wird.

Zukunftsimpulse über 2027 hinaus
In ihrem Impulsvortrag richtete Susanne Linnebach den Blick auf die Region: "Die IGA 2027 ist mehr als eine Garten- und Landschaftsschau. Sie schafft Zukunftsimpulse und ist wichtig für das Image und die Ausstrahlung der gesamten Region." Ähnlich wie die Kulturhauptstadt Ruhr.2010 biete sie "enorme Chancen, Kommunen und Kreise, regionale Wirtschaft und Verbände ebenso wie bürgerliches Engagement wieder für einen großen Wurf zu vereinen. Innovation, Mobilität, Umweltgerechtigkeit – die Themen sind weit gespannt". Wie Umwelt und Mobilität als Teil eines bürgernahen Strukturwandels verknüpft werden, beschrieb Linnebach anhand eines Fahrradwegs, der bis 2027 fertiggestellt sein soll. Er erstreckt sich vom Phoenix See entlang der Emscher bis Castrop-Rauxel.

IGA auf drei Ebenen
Neben den Erläuterungen zum infrastrukturellen Wandel, ging Susanne Linnebach auch konkret auf die sechs Monate der IGA und darauf ein, was den/die Besucher*in erwartet. Die IGA findet auf drei Ebenen statt. Den großen Rahmen setzen die drei sogenannten Zukunftsgärten, außer "Emscher nordwärts" sind der "Rheinpark" in Duisburg und die "Zukunftsinsel Gelsenkirchen" in Gelsenkirchen involviert. Alle drei sollen Fragen zu Umwelt, Gärten, Klima und Energie greifbar machen. Auf der Ebene "Unsere Gärten“ gibt es florale Vielfalt etwa in städtischen Parks zu sehen, in Dortmund zum Beispiel im Westfalenpark.

Die Ebene "Mein Garten" zielt auf das Engagement der Bürger*innen. So können etwa nachbarschaftliche Projekte Teil der IGA sein, oder das Gelände eines Kleingartenvereins kann mit einem speziellen Thema bespielt werden.

Mit letzterem schloss Linnebach wieder den Kreis zu einem wesentlichen Anlass des Abends: die Bürger*innen in das Projekt IGA 2027 mit hineinnehmen. Entsprechend fiel ihr Schlusswort aus: "Die IGA kann nur gelingen, wenn es uns gelingt, ein Feuer zu entfachen."

In der anschließenden Diskussion vertieften die Diskutierenden die von Wilde und Linnebach skizzierten Themen. Die Zuhörer*innen bekamen hier die Gelegenheit, Fragen und Ideen an die Runde zu richten. Weitere Möglichkeiten des Austauschs bot der "Dialog-Markt" mit mehreren in der Waschkaue platzierten Informationsinseln.

Als besonderes Highlight wurden die Ergebnisse der Veranstaltung von der Graphic Recorderin Susanne Ferrari auf einem großformatigen Bild visualisiert.

 

Quelle: Stadt Dortmund/Nachrichten

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