Manifesta 16: Nomadische Biennale feiert im Ruhrgebiet ihr 30-jähriges Bestehen
Die Manifesta, eine nomadische Biennale der Kultur, feiert ihr 30-jähriges Bestehen mit der 16. Ausgabe, die vom 21. Juni bis 04. Oktober 2026 im Ruhrgebiet stattfinden wird. Mit Veranstaltungen in vier Städten - Bochum, Duisburg, Essen und Gelsenkirchen - bringt Manifesta 16 Kreative, Künstler und lokale Gemeinschaften zusammen, um einer dringenden Frage unserer Zeit nachzugehen.
Fokus auf nachhaltige Transformation
Im Mittelpunkt der Manifesta 16 steht die Frage: Wie können wir im heutigen Kontext von multiplen Krisen, Desinformation und Polarisierung zur Entwicklung alternativer Gesellschaftsmodelle beitragen? Besonderer Fokus liegt dabei auf dem Umgang mit urbanem Freiraum und dem Potenzial, Isolation und Spaltung in einer Post-Covid-Gesellschaft entgegenzuwirken.
Transformation von Kirchengebäuden
Die Manifesta 16 sieht in ungenutzten modernen Kirchengebäuden eine Möglichkeit, um der Ausgrenzung und Vereinzelung entgegenzuwirken. So wird das leerstehende sakrale Erbe nicht nur konserviert, sondern transformiert und einer neuen Nutzung zugeführt. Die Frage, die sich das Manifesta Team hier stellt, lautet: Wie kann die Transformation dieser Nachkriegskirchengebäude zu Orten des zivilgesellschaftlichen Lebens, des körperlichen Wohlbefindens und der gemeinsamen Begegnung beitragen? Bürger und lokale Gemeinschaften wurden aufgerufen, Ideen und Perspektiven für diese Transformation zu erarbeiten.
- "Nebenan: Quartiersgeschichten – Auf dem Weg zur Ehrenamtskirche"
- "Reclaiming the Space of Worship – An Artistic Manifesto"
- "Das Morgen gestalten: Offene Türen, neue Gemeinschaften"
- "Baze"
- "This Is Not a Bar"
Die Manifesta 16+ Rahmenprogramme
Das erweiterte Programm der Manifesta 16+ umfasst Projekte lokaler Künstler und Initiativen in den Ruhrgebietsstädten Dortmund, Herne, Mülheim an der Ruhr, Marl, Bottrop, Essen, Bochum, Gelsenkirchen, Duisburg und Oberhausen.
Die Eröffnungsfeier
Die Eröffnungsfeier der Manifesta 16 findet am 20. Juni 2026 von 18 bis 23 Uhr auf dem Welterbe Zollverein in Essen statt. Dabei wird die kulturelle Vielfalt und Strahlkraft des Ruhrgebiets gezeigt und eine Verbindung zu einem umfangreichen Netzwerk europäischer Kulturschaffender hergestellt.


