15. Mai 2022 / Aktuelles aus der Stadt

Schul-Neubauten und -Sanierungen

Dortmund investiert in die Zukunft

Für den Schulbau liegt nun der vierte Sachstandsbericht vor. Er zeigt auf, wie es mit dem Bedarf nach Schulgebäuden in der Stadt mittelfristig weitergehen wird.

"Investitionen in Schule und Bildung sind ein wichtiges Instrument für die Zukunft unserer Stadt." Diesem Leitsatz hat der Rat der Stadt Dortmund mit dem im Dezember 2019 beschlossenen Schulbauprogramm Taten folgen lassen - und zwar mit insgesamt 209 Maßnahmen und einem Investitionsvolumen von derzeit rund 1,7 Milliarden Euro.

Dortmund ist eines der führenden Beispiele für moderne pädagogische Konzepte und verbindet neuste technologische Ausstattungen mit dem Ausbau der digitalen Infrastruktur. Die im Jahr 2020 beschlossene Schulbauleitlinie sieht neue Raumkonzepte als Alternativen zum altbekannten Frontalunterricht in Flurschulen vor.

Der Stadt Dortmund geht es aber nicht nur um das Bauen von Schulen. Hier steht die Umsetzung moderner Pädagogik im Vordergrund, die nicht nur Fachwissen, sondern auch Kreativität und Teamfähigkeit vermitteln wollen. Die Schulbauleitlinie ermöglicht durch flexible Raumzuschnitte und Clustermodelle mobiles und flexibles Lernen und schafft Freiräume für Kreativität und Eigeninitiative.

Klimaschutz beim Neubau bedenken
Zusätzlich zum Wandel der pädagogischen Konzepte spielen Themen wie Nachhaltigkeit, Klima- und Artenschutz eine immer wichtigere Rolle. Gerade der Bau- und Immobiliensektor muss darauf reagieren. Die Stadt Dortmund hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu sein. Vor diesem Hintergrund gilt es bereits in der Phase der Projektentwicklung und insbesondere in der Leistungsphase Null, wichtige Grundsteine zu legen. Dies betrifft sowohl Neubauten als auch den Umgang mit dem bereits vorhandenen Bestand an Immobilien.

In Zukunft muss der Fokus neben der Schaffung von Gebäuden, die möglichst klimaneutral betrieben werden können, auch die "Graue Energie" berücksichtigt werden, die während der Bauphase des Gebäudes ausgelöst wird. Vor diesem Hintergrund wird sich der Fokus auch darauf ausrichten, nicht jedes in die Jahre gekommene Bestandsgebäude durch einen Neubau zu ersetzen.

Stattdessen werden gezielt Konzepte entwickelt, wie die vorhandenen Gebäude saniert und umgebaut werden können. Zudem stellen viele dieser Bestandgebäude durchaus erhaltenswerte und stadtbildprägende Bausubstanz dar. Nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen findet bereits jetzt Berücksichtigung in den Projektentwicklungen, sollen in Zukunft jedoch immer weiter ausgebaut und optimiert werden.

Marktlage ist Bremse für städtische Pläne
Erschwerend bremsen die aktuelle Marktlage, die gestiegenen Baukosten und der Rohstoffmangel die projektbeteiligten Fachbereiche bei der zügigen Umsetzung des Schulbauprogramms. Trotz dieser Erschwernisse und der immer noch anhaltenden Corona-Einschränkungen konnten bereits 26 Projekte komplett abgeschlossen werden.

Darunter u.a. die bereits in Betrieb genommenen baulichen Erweiterungen an der Regenbogen-Grundschule und der Europa Gesamtschule, welche genau die neuen pädagogischen Konzepte widerspiegeln. 68 Projekte befinden sich in der Planung- und Ausführungsphase der Städtischen Immobilienwirtschaft. Darunter alleine acht Schulbaumaßnahmen (Bert-Brecht-Gymnasium, Max-Planck-Gymnasium, Heinrich-Heine-Gymnasium, Immanuel-Kant-Gymnasium, Reinoldi-Gesamtschule, Dietrich-Bonhoeffer-Grundschule, Hansa-Grundschule und Berswordt-Europa-Grundschule) mit einem Investitionsvolumen von rund 144 Millionen Euro, die zur Umsetzung aktuell an Modulbaufirmen vergeben werden konnten. Für die modularen Erweiterungen der Kerschensteiner-Grundschule und am Heisenberg-Gymnasium laufen bereits die Planungen.

Weitere 100 Projekte sind derzeit in der Projektentwicklung im Fachbereich Liegenschaften, darunter zahlreiche Standortneuentwicklungen, Neu- und Anbauten sowie Sanierungen. Insbesondere durch den gesetzlich vorgeschriebenen OGS-Anspruch im Grundschulbereich müssen angedachte Projektentwicklungen überarbeitet und angepasst werden.

Neben Schulen auch Sporthallen im Fokus
Eine der umfangreichsten Standortneuentwicklungen ist das Schulzentrum an der Münsterstraße. Alle Schulen am Standort haben räumliche Fehlbedarfe. Darüber hinaus wurde auch der baulich-technische Zustand betrachtet. Die Gertrud-Bäumer Realschule und die Albrecht-Brinkmann Grundschule erhalten jeweils Neubauten.

Das Helmholtz-Gymnasium wird saniert und erweitert. Darüber hinaus werden am Standort zwei Dreifachsporthallen entstehen. Für die Vergabe der Generalplanung wird der Fachbereich Liegenschaften 2022 ein Vergabeverfahren mit Lösungsansätzen durchführen, bei dem im Rahmen der Angebotsphase ein Konzept für das Schulzentrum entwickelt werden soll. Durch das Verfahren können verschiedene Lösungsansätze beurteilt werden. Ziel ist dabei auch eine klimafreundliche Gestaltung des zukünftigen Schulzentrums.

Bei neuen Schulbaumaßnahmen werden, sofern der Bedarf besteht, auch im Vorfeld Gemeinschaftsnutzungen oder mehrgeschossige Bauten von Sporthallen, für Flächen für Tageseinrichtungen für Kinder und offener Ganztagsschule geprüft und fließen in die Projektentwicklung mit ein. Dies ist beispielsweise bereits an der Gerhart-Hauptmann-Grundschule und am Schulzentrum Kreuzstraße der Fall.

Für die Maßnahmen am Schulzentrum Burgholzstraße sind bereits die Vorplanungen und Funktionalausschreibungen abgeschlossen. Hier entsteht neben einer neuen 4-zügigen Grundschule, einer Interimsschule (zukünftig Förderschule), zwei Dreifachsporthallen auch eine Tageseinrichtung für Kinder und ein Lager für die Stadtteilwerkstatt.

Breiten- und Leistungssport soll gestärkt werden
Auch der Sport wird durch die Schulbaumaßnahmen weiter gefördert. Bereits jetzt sind durch das massive Ausbauprogramm rund 28 neue Sporthallen-Einheiten an Schulen in der Planung und Ausführung. Davon profitiert natürlich auch der Dortmunder Breiten- und Leistungssport.

Ein herausragendes Beispiel ist hier die neue Vierfachsporthalle im Unionviertel. Im Schatten des Dortmunder U entsteht hier eine der modernsten Wettkampfarenen in der Metropole Ruhr. Dazu hatte die Stadt Dortmund einen europaweiten Realisierungswettbewerb mit 83 Bewerber*innen ausgerufen. Mit den Preisträger*innen werden derzeit Verhandlungsverfahren durchgeführt, so dass schon bis Mitte 2022 der Einstieg in die Planung erfolgen kann.

Die zukünftige Sporthalle wird zum einen zur Deckung der Sporthallenbedarfe für die Berufskollegs am Dortmunder U benötigt und soll darüber hinaus aber auch als Wettkampfhalle mit bis zu 3.250 Zuschauer*innenplätzen dem Dortmunder Leistungssport eine zusätzliche Austragungsstätte bieten. Ergänzt wird der Neubau um eine Tiefgarage mit rund 450 PKW-Stellplätzen inklusive ausreichender Anzahl an E-Ladesäulen, sowie zahlreichen Fahrradstellplätzen.

Allgemeiner Hintergrund: Der Fachbereich Schule schreibt die Schulentwicklungsplanung stetig fort, woraus sich wiederum laufend neue Projekte generieren, die parallel zum Schulbauprogramm abgearbeitet werden. Diese Maßnahmen werden in Einzelvorlagen den Gremien der Stadt zur Beschlussfassung vorgelegt. Schulbauten haben aufgrund ihrer Größe und der Vielzahl der Nutzer auch immer Auswirkungen auf das Wohnumfeld. Diese Auswirkungen so gering wie möglich zu halten, ist eines der Ziele während der Planungsphase. Generell wird die Verwaltung zukünftig die Kommunikation im Rahmen von Baumaßnahmen intensivieren.

 

Quelle: Stadt Dortmund

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