29. Februar 2024 / Aktuelles aus Deutschland und der Welt

Polizei gelingt Schlag gegen kriminelle Handelsplattform

«Crimemarket» ist eine Shopping-Plattform für Kriminelle. Diese bekommen dort kriminelle Dienstleistungen ebenso wie Anleitungen zu schweren Straftaten oder Drogen. Nun hat die Polizei zugegriffen.

Auf der Plattform seien laut Polizei kriminelle Dienstleistungen, aber auch detaillierte Anleitungen zu schweren Straftaten oder Drogen erhältlich.

Der Polizei ist nach eigenen Angaben ein wichtiger Schlag gegen die größte deutschsprachige kriminelle Handelsplattform im Internet gelungen. Sie heißt «Crimemarket».

Ermittler gingen am Donnerstagabend in einer konzertierten Aktion in ganz Deutschland und im Ausland gegen die Betreiber der Plattform vor, wie die Polizei in Düsseldorf mitteilte. Auf der Plattform seien kriminelle Dienstleistungen, aber auch detaillierte Anleitungen zu schweren Straftaten oder Drogen erhältlich. 

Insgesamt seien knapp 100 Objekte in fast allen Bundesländern durchsucht worden, sagte ein Polizeisprecher in Düsseldorf am Donnerstagabend. Es habe auch Festnahmen gegeben. Keine Angaben machte er zur Frage, wie viele Menschen festgenommen wurden. 

Weitere Details der Aktion

Nordrhein-Westfalen sei ein Schwerpunkt der Aktion gewesen. Am Freitagmittag wollen die Fahnder in Düsseldorf über weitere Details der Aktion berichten. Bis dahin werde es keinerlei weiteren Auskünfte geben, betonte der Polizeisprecher.  

Die Ermittlungen richten sich nicht nur gegen die Betreiber von «Crimemarket», sondern auch gegen die Anbieter und die Nutzer der Plattform, die ähnlich wie ganz normale legale Marktplätze im Internet aufgebaut sei, hieß es von der Polizei. 

Dem Zugriff seien intensive Ermittlungen unter der Leitung der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime in Nordrhein-Westfalen vorangegangen. Eine Ermittlungskommission des Polizeipräsidiums Düsseldorf habe jahrelang Beweise zu Straftaten rund um die kriminelle Plattform zusammengetragen. 


Bildnachweis: © Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa
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