Paläontologische Landesausstellung überLeben startet 2026
Nordrhein-Westfalen präsentiert 2026 die Paläontologische Landesausstellung „überLeben“. Auf Initiative des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung zeigen das Ruhr Museum in Essen, das LWL-Museum für Naturkunde in Münster sowie das Lippische Landesmuseum Detmold von April 2026 bis September 2027 in drei Ausstellungskapiteln, wie sich das Leben in Nordrhein-Westfalen über Millionen Jahre verändert hat. Die Ausstellung wird mit 1,5 Millionen Euro finanziert.
Drei Museen drei Kapitel der Erdgeschichte
- Essen: „überLeben in der Eiszeit“, April 2026 bis 10. Januar 2027, Ruhr Museum, Gelsenkirchener Straße 181, 45309 Essen
- Münster: „überLeben zwischen Dinos und Schuppenbäumen“, 10. Juli 2026 bis 5. September 2027, LWL-Museum für Naturkunde, Sentruper Straße 285, 48161 Münster
- Detmold: „überLeben – Walheimat Urmeer“, 26. September 2026 bis 4. April 2027, Lippisches Landesmuseum Detmold, Ameide 4, 32756 Detmold
Besondere Funde und wissenschaftliche Einordnung
Zu den Highlights zählen der rund 6,5 Meter lange „Kervenheimer Wal“ aus Kevelaer, das „Monster von Minden“ Wiehenvenator albati sowie Mammute in Essen. Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung, sagt: „Unter unseren Füßen liegt ein spannendes Archiv aus Stein – voller Giganten, voller Geheimnisse und Geschichten. Was hier gezeigt wird, ist unglaublich, wahr und Millionen Jahre alt: Fossilien sind Momentaufnahmen aus Welten, die wir uns kaum vorstellen können. ‚überLeben‘ ist mehr als ein Blick zurück – es ist eine Einladung, selbst zu entdecken. Wer diese Ausstellung besucht, wird zum Fossilien-Detektiv. Finden Sie heraus, wie Wissenschaft vergangene Welten wieder sichtbar macht. Die Landesausstellung ermöglicht eine Reise in die Urzeit für alle, die sich fragen, wie unsere Welt einmal war und was sie uns heute noch erzählt. Drei Museen führen an die Grenzen unseres Wissens – dorthin, wo Wissenschaft beginnt“.
Prof. Heinrich Theodor Grütter, Direktor des Ruhr Museums in Essen, erklärt: „Wir freuen uns außerordentlich, mit der Ausstellung ‘überLeben in der Eiszeit‘ Teil der Paläontologischen Landesausstellung Nordrhein-Westfalen zu sein. Ausgehend von seiner langen Tradition der paläontologischen Forschung und Vermittlung eröffnet die Ausstellung im Ruhr Museum spektakuläre Einblicke in die Lebenswelt unserer Region während der Eiszeit. Zugleich schlägt sie eine hochaktuelle Brücke in die Gegenwart. Die Ausstellung verbindet neueste Forschungsergebnisse mit den drängenden Fragen unseres Lebens im Klimawandel. Kaum ein Ort könnte dafür symbolträchtiger sein als das UNESCO-Welterbe Zollverein: Wo einst Millionen Tonnen Kohle gefördert wurden, die erheblich zum Ausstoß von Treibhausgasen beitrugen, ist heute ein international anerkannter Ort für Nachhaltigkeit, Kultur und Zukunftsverantwortung entstanden.“
Dr. Georg Lunemann, Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, betont: „Dinosaurier, gewaltige Meeresechsen und der größte Ammonit der Welt – unser Land ist reich an versteinerten Überresten von Tieren und Pflanzen aus vielen erdgeschichtlichen Epochen. Besonders Westfalen ist Dino-Land. Seit Jahrzehnten ist unser LWL-Museum für Naturkunde für die Bergung und Erforschung der bedeutenden Fossilien in unserem Landesteil zuständig. Wir sind sehr froh, dass wir in dieser Landesausstellung Fossilien von Weltrang im Original zeigen können.“

