Thorsten Habel und Assistenzhündin Hanni starten Aufklärungstour in Dortmunder Bildungseinrichtungen
Im Rahmen der Kampagne „Assistenzhund willkommen“, der sich die Stadt Dortmund vor zwei Jahren angeschlossen hat, wird Thorsten Habel künftig mit seiner zehnjährigen Labrador-Assistenzhündin Hanni Schulen und Kindergärten besuchen. Ihr Auftrag ist es, dort als Botschafter für eine offene, inklusive Gesellschaft zu werben und die Funktionsweise von Assistenzhunden zu demonstrieren.
Funktion und Bedeutung von Assistenzhunden
Assistenzhunde sind speziell darauf ausgebildet, Menschen mit besonderen Bedürfnissen im Alltag zu unterstützen, um ihnen ein selbstständiges und sicheres Leben zu ermöglichen. Sie haben deshalb Zutritt zu Orten wie Museen, Supermärkten, Arztpraxen, Schulen oder Behörden, wo Hunde normalerweise draußen bleiben müssen.
- Bekannte Spezialgebiete: Blindenführhunde für Sehbehinderte oder Hunde, die gehörlose Menschen auf wichtige Töne aufmerksam machen.
- Medizinische Warnung: Andere Hunde sind darauf geschult, lebensbedrohliche Situationen wie einen epileptischen Anfall oder einen Allergieschock frühzeitig zu erkennen.
Das Duo „Toto und Hanni“ im Einsatz
Der 48 Jahre alte Dortmunder Thorsten Habel und seine Hündin Hanni sind seit Jahren öffentlichkeitswirksame Botschafter für das Thema Assistenzhund. Hanni warnt ihr Herrchen dank ihres Geruchssinns vor einem drohenden anaphylaktischen Schock und kann im Notfall die lebenswichtige Spritze apportieren.
Martina Skender, Leiterin des Bereichs „Stadt der Nachbarschaft“, erklärt das Ziel der Schultour:
„Die Kinder sollen erfahren, was ein Assistenzhund ist und welche Aufgaben er übernimmt. Sie lernen, wie wichtig Freundlichkeit, Verantwortung und Respekt gegenüber Tieren und Menschen mit besonderen Bedürfnissen sind. Und sie entwickeln Verständnis für Inklusion und die Vielfalt in unserer Stadt.“
Mit der Tour geht die Stadt Dortmund den nächsten Schritt, nachdem bereits Schilder an vielen städtischen Einrichtungen angebracht wurden, die Assistenzhunden den Zutritt gewähren. In Dortmund leben derzeit etwa 70 Assistenzhunde.

