Jüdische Grundschule in Dortmund: Neubau mit Geschichte und Zukunft
Dortmund, 16. Mai 2025 – Dortmund plant eine jüdische Grundschule – die erste seit dem Verbot jüdischer Schulen durch die Nationalsozialisten vor über 80 Jahren. Der Rat entscheidet im Juli über die Umsetzung. Die Stadt investiert rund 13 Millionen Euro in die Sanierung der ehemaligen Hauptschule am Ostpark.
Geplant ist ein jüdischer Teilstandort der Berswordt-Europa-Grundschule, in direkter Nachbarschaft zum Hauptstandort. Ergänzt wird das Gebäude durch eine neue barrierefreie Sporthalle. Die Schule soll 2032 bezogen werden.
Bereits ab dem Schuljahr 2025/26 startet der Unterricht interimsweise in Räumen der Jüdischen Kultusgemeinde an der Prinz-Friedrich-Karl-Straße. Es werden nicht nur klassische Fächer, sondern auch Hebräisch, jüdische Religion sowie Sitten und Bräuche gelehrt – bei gleichzeitigem Austausch mit der gesamten Schulgemeinschaft. Die Schule steht auch Kindern anderer Konfessionen offen.
Mit über 3.000 Mitgliedern wächst die jüdische Gemeinde in Dortmund – der neue Schulstandort ist ein bedeutendes Zeichen für gelebte Vielfalt und jüdisches Leben in der Stadt.

