Verkehrskontrolle: So läuft's ab. Welche Papiere muss man zeigen und was darf die Polizei nicht?
Die Kelle am Straßenrand ist für viele erst einmal ein Schreckmoment, doch meist handelt es sich um reine Routine. Eine Verkehrskontrolle dient primär der Sicherheit aller Teilnehmer und sorgt dafür, dass Regeln zum Schutz der Gemeinschaft eingehalten werden.
Ein sicheres Miteinander im Fokus
Hinweis von bussgeldkatalog.org: „Schert ein Polizeiauto zum Beispiel auf der Autobahn vor Ihnen ein und betätigt die Anzeige „Polizei! Bitte folgen!“, sind Sie laut Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) dazu verpflichtet, den Weisungen Folge zu leisten.“
Die rechtliche Grundlage für Kontrollen findet sich in § 36 Abs. 5 der Straßenverkehrsordnung (StVO). Die Polizei darf Fahrzeuge jederzeit zur Überprüfung von Fahrer und Fahrzeug anhalten. Ein freundliches und kooperatives Auftreten hilft dabei, die Situation für beide Seiten entspannt und zügig zu gestalten. Wichtig: Den Anweisungen der Beamten zum Anhalten ist Folge zu leisten, da dies die Sicherheit im Verkehrsfluss gewährleistet.
Dokumente und Ausrüstung: Das ist Pflicht
Bei einer Polizeikontrolle geht es vor allem darum, die Fahrberechtigung und die Betriebssicherheit des Wagens zu bestätigen. Folgende Dinge sollten Sie griffbereit haben:

Was darf die Polizei?
Während Sie verpflichtet sind, Angaben zur Person zu machen und die Ausrüstung sowie die erforderlichen Papiere vorzuzeigen, gibt es klare Grenzen für die Routinekontrolle. Eine Durchsuchung des Autos oder des Kofferraums ist ohne Ihre Einwilligung nur zulässig, wenn eine entsprechende gesetzliche Grundlage vorliegt, etwa bei einem konkreten Verdacht oder bestimmten Gefahrenlagen; ein richterlicher Beschluss ist dabei nicht in jeder Situation zwingend erforderlich.
Auch Atemalkohol- oder Drogenschnelltests sind zunächst freiwillig; bei einer Weigerung können jedoch weitere Maßnahmen folgen, etwa die Anordnung einer Blutentnahme durch Richter oder bei Gefahr im Verzug durch Staatsanwaltschaft oder Polizei. Zudem haben Sie ein Aussageverweigerungsrecht: Sie müssen sich nicht zu Fahrzielen oder vermeintlichen Fehlern äußern.
Entspannt durch die Verkehrskontrolle
Ein positiver Abschluss der Kontrolle gelingt am besten durch Vorbereitung. Prüfen Sie regelmäßig das Ablaufdatum Ihres Verbandskastens und stellen Sie sicher, dass der Verbandkasten, die Warnwesten und das Warndreieck gut erreichbar im Fahrzeug liegen. Weisen Sie auch Mitfahrer darauf hin, damit bei einem Unfall die Westen und weitere Ausrüstung schnell gefunden werden.


