3. Mai 2023 / Energie in Dortmund

DSW21 und Stadt geben Einblicke in Erfolge und Einsparungen der vergangenen Heizperiode

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Der Ukraine-Krieg und die damit zusammenhängende Energiesituation in Deutschland sorgten zu Beginn des letzten Winters für eine angespannte Situation. Jetzt blickt Dortmunds Stadtspitze zurück auf den Energieverbrauch der letzten Monate und hat gute Nachrichten parat.

Mit von der Partie bei der letzten Pressekonferenz nach dem Treffen des Verwaltungsvorstands (2. Mai) war die Vorstandsvorsitzende der Dortmunder Stadtwerke (DSW21), Heike Heim. Sie gab einen Einblick in die erfolgreichen Energieeinsparung des letzten Winters der Stadt: "In Summe sind wir als Stadt Dortmund sehr gut durch die letzte Heizperiode gekommen. Das liegt zum einen an den milden Temperaturen. Zum anderen aber auch an dem sorgsamen Umgang der Industrie- und Privatkunden", erklärte sie zu Beginn der Pressekonferenz. Insgesamt konnte eine 15-prozentige Energieeinsparung gegenüber der Vorperiode erzielt werden. "Wir bedanken uns bei allen Bürgerinnen und Bürgern, dass sie so solidarisch an diesem Einsparziel mitgeholfen haben," hebte Heim hervor.

Herausforderungen aufgrund der Energiesituation in Deutschland
Im August 2022 sind russische Pipeline-Gas-Lieferungen komplett eingestellt worden. Eine überaus ungünstige Situation – "denn Deutschland befindet sich in einer Abhängigkeit von über 50 Prozent von russischen Gaslieferungen", erläuterte Heim. Daher sei es für sie eine großartige und wichtige Leistung, dass in Deutschland LNG-Terminals in einem beachtlichen Tempo erbaut wurden. "Wir stehen vor großen Ungewissheiten, was das Thema Ersatz der russischen Gaslieferungen angeht. Wir stehen vor großen Herausforderungen, was den Ausbau erneuerbarer Energien angeht. Insofern freue ich mich, dass Deutschland an einer Terminal-Struktur arbeitet und dass es hoffentlich gelingt, in den nächsten zwei bis drei Jahren langfristige Lieferverträge zu schließen und nicht mehr um die knappen Restmengen auf dem globalen Markt zu konkurrieren."

Bei der Erschaffung neuer Strukturen, so betonte Heim, dürfe nicht nachgelassen werden. Um die russischen Erdgas-Lieferungen durch Flüssiggas zu ersetzen, müsste jeden Tag ein Schiff anlanden. Davon sei Deutschland noch weit entfernt. Deswegen sei sie froh, dass Dortmund diesen Winter mit historisch hohen Speicherfüllständen hinter sich gelassen hat. Die aktuellen Speicherfüllstände betragen über 66 Prozent, was für sie Anlass zu Hoffnung birgt, dass diese – trotz fehlenden russischen Gases – bald wieder gut gefüllt sein werden.

"Wir sind gut über den Winter gekommen", betonte die Vorstandsvorsitzende zum Abschluss ihre Statements. "Aber das ist kein Grund zur Entspannung", so Heim. Trotzdem sollte Dortmund weiterhin sorgsam mit Energie umgehen. "Wir dürfen uns nicht auf das Glück verlassen, dass der nächste Winter ebenfalls mild wird. Es kann auch anders kommen."

"Abhängigkeitsverhältnis tauschen"
"Unternehmen haben früh Gas im Verbrauch mit anderen Energiequellen substituiert und andere Energiequellen gesucht – denn die Preise gingen schon im September 2021 in die Höhe. So ist ein struktureller Effekt eingetreten. Dieser Strukturwandel sollte weiterhin fokussiert werden, um das Abhängigkeitsverhältnis zu tauschen – vom russischen Pipeline-Gas hin zum Weltmarkt für Flüssiggas", berichtet Oberbürgermeister Thomas Westphal. Wie das erreicht werden kann? "Es gibt drei Möglichkeiten: Erstens: Mehr Flüssiggas beschaffen. Zweitens: Weiterhin sparen. Und drittens: Abhängigkeit vom Gas schaffen durch den Ausbau regenerativer Energien“, zählte Westphal auf.

Die Bemühungen im Bereich regenerative Energien sind im vollen Gange, werden aber dieses Jahr noch nicht die gewünschten Effekte erzielen. "Die offizielle Sparverordnung von zwanzig Prozent für Dortmund ist zwar beendet, jedoch werden wir das Einspar-Barometer auf www.dortmundmachts.de weiterhin stehen lassen. Wir in der Verwaltung haben weiterhin ein Auge drauf, da es für uns ein Früherkennungsmerkmal ist und wir für alle Fälle vorbereitet sein möchten."

Quelle: Stadt Dortmund

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