30. August: Gedenktag für Todesopfer in Abschiebungshaft
Seit 2002 erinnert ein bundesweiter Gedenktag an die Menschen, die in Abschiebungshaft in Deutschland gestorben sind. Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl hat ihn ins Leben gerufen, um auf Missstände aufmerksam zu machen und einen verhältnismäßigen Umgang mit ausreisepflichtigen Personen zu fordern.
📅 Das Datum – 30. August – geht auf mehrere tödliche Vorfälle zurück, darunter:
- Kemal Altun (1983): Suizid nach 13 Monaten Abschiebungshaft
- Kola Bankole (1994): Tod durch Ersticken bei Abschiebung
- Rachid Sbaai (1999): Tod durch Rauchvergiftung in der Arrestzelle
- Altankhou Dagwasoundels (2000): tödlicher Fluchtversuch aus dem Krankenhaus
⚖️ Der Gedenktag ruft dazu auf, Abschiebungshaft kritisch zu hinterfragen und menschenrechtskonforme Standards durchzusetzen.

