„Ewig kann’s nicht Winter sein“ – Reinhard Junge liest aus der Biografie seines Vaters Heinz Junge
Eine eindrucksvolle Autorenlesung fand am 30. Juni 2025 in der Kulturwerkstatt der Werkstätten der Arbeiterwohlfahrt Dortmund (WAD) statt. Im Mittelpunkt: das bewegende Leben von Heinz Junge, der zwischen 1933 und 1945 in drei Konzentrationslagern inhaftiert war.
Ein Bericht über den Widerstand
Aus den Tagebuchnotizen seines Vaters hat Reinhard Junge – selbst Autor zahlreicher Kriminalromane – eine biografische Erzählung geschaffen, die sich wie ein Roman liest und zugleich als Mahnung verstanden werden soll. Heinz Junge war nach 1945 maßgeblich an der antifaschistischen Erinnerungsarbeit in Dortmund beteiligt, unter anderem an der Umgestaltung der „Steinwache“ zur Gedenkstätte.
Lesung mit politischem Nachhall
Veranstaltet wurde die Lesung vom Werkstattrat der WAD gemeinsam mit der Auslandsgesellschaft.de e.V. AWO-Vorsitzende Anja Butschkau begrüßte den Autor – einst ihr Lehrer – mit persönlichen Worten. Viele Zuhörer*innen zeigten sich bewegt von den historischen Schilderungen: „So etwas darf uns heute nicht wieder passieren“, war eine der Stimmen aus dem Publikum.
Ort der Erinnerung
Die Lesung fand in der Kulturwerkstatt auf dem Gelände der WAD, Lindenhorster Straße 38, statt – einem Ort des Dialogs und der Reflexion.

