Zentrale Datenbank zur Organspende wächst weiter
Rund zwei Jahre nach Einführung des Organspende Registers haben etwa 515000 Menschen ihre Entscheidung zur Organspende dokumentiert. Das geht aus aktuellen Angaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte hervor.
Mehrheit stimmt Organspende zu
Die große Mehrheit der registrierten Personen steht einer Organspende positiv gegenüber. Insgesamt 82 3 Prozent haben einer Organentnahme nach ihrem Tod uneingeschränkt zugestimmt.
- 82 3 Prozent Zustimmung zur Organspende
- 8 5 Prozent lehnen eine Spende ab
- 6 3 Prozent schließen bestimmte Organe aus
- 1 9 Prozent benennen eine entscheidende Person
- 1 0 Prozent beschränken die Spende auf einzelne Organe
Eintragung digital oder auf Papier möglich
Das Register ist seit März 2024 online verfügbar. Personen ab 16 Jahren können dort freiwillig und kostenfrei ihre Entscheidung festhalten. Änderungen oder Löschungen sind jederzeit möglich.
Alternativ bleiben klassische Organspendeausweise in Papierform weiterhin gültig. Der Zugriff auf die Daten ist unter bestimmten Voraussetzungen für medizinisches Personal möglich.
Steigende Zahlen aber weiterhin Bedarf
Die Zahl der Organspenden in Deutschland ist zuletzt gestiegen. Im Jahr 2025 spendeten 985 Menschen nach ihrem Tod Organe. Dennoch bleibt der Bedarf hoch da weiterhin viele Patientinnen und Patienten auf Wartelisten stehen.
Geplante Regelung wird nicht umgesetzt
Ein ursprünglich vorgesehenes Angebot zur Eintragung in Behörden wurde bislang nicht realisiert. Das Bundesgesundheitsministerium plant nun diese Regelung aus dem Gesetz zu streichen.

