Langzeitstudie bestätigt Wirksamkeit der HPV Impfung
Eine umfangreiche Studie des Karolinska Institutet in Schweden zeigt dass die HPV Impfung mindestens 18 Jahre lang vor Gebärmutterhalskrebs schützt. Hinweise auf eine nachlassende Wirkung wurden nicht gefunden.
Daten von über 900000 Frauen ausgewertet
Für die Untersuchung wurden Gesundheitsdaten von rund 926000 Frauen analysiert. Insgesamt wurden 930 Fälle von Gebärmutterhalskrebs festgestellt davon nur 97 bei geimpften Personen.
Frühe Impfung besonders wirksam
Besonders deutlich zeigt sich der Effekt bei einer Impfung vor dem 17 Lebensjahr. In dieser Gruppe war das Risiko für Gebärmutterhalskrebs um fast 80 Prozent reduziert.
Aber auch spätere Impfungen im Jugend oder jungen Erwachsenenalter bieten weiterhin einen spürbaren Schutz.
Keine Auffrischung notwendig
Die Ergebnisse deuten darauf hin dass aktuell keine Auffrischungsimpfung erforderlich ist. Der Schutz bleibt über den gesamten Beobachtungszeitraum stabil.
Schulprogramme erhöhen Impfquote
Ein weiteres Ergebnis der Studie zeigt dass Impfangebote an Schulen besonders effektiv sind. Sie erhöhen die Teilnahme und senken langfristig das Krebsrisiko in der Bevölkerung deutlich.
Einschränkungen der Studie
Da es sich um eine registerbasierte Untersuchung handelt konnten Faktoren wie Lebensstil oder individuelle Risiken nicht vollständig berücksichtigt werden. Dennoch gilt die Studie aufgrund der großen Datenmenge als aussagekräftig.

