18. April 2025 / Kultur in der Stadt

Dortmunds Street-Art: Acht Murals, acht Handschriften

🎨 Acht markante Wandkunstwerke machen Dortmund zur Galerie im Freien – vom Brückviertel bis zum Dortmunder U.

Dortmunds Street-Art: Acht Murals, acht Handschriften

Street-Art hat in Dortmund längst mehr als nur Nebenrolle. Die Stadt ist zu einer Bühne der Wandkunst geworden, auf der internationale Künstler und lokale Kreative mit Farbe und Form den urbanen Raum verwandeln. Besonders im Brückviertel begegnet man Wandgemälden, die erzählen, reflektieren und provozieren.

Wände mit Haltung

Vom typografischen Schriftzug „Another Weekend“ von Stefan Marx bis zum anonymen Pixelgeist am Brückcenter: Jedes Werk erzählt seine eigene Geschichte. MOSTs geometrische Schwarz-Weiß-Komposition gegenüber dem Konzerthaus, Paroles kalligrafische Zeichenstruktur in der Gerberstraße und Alex Sennas monochrome Figur am Club „Oma Doris“ ergänzen sich zu einem vielstimmigen Stadtbild.

Künstlerische Netzwerke

Die Werke entstehen häufig im Rahmen kuratierter Projekte wie „TransUrban“ oder durch Vermittlung von DORTMUND KREATIV. Die 44309/GALLERY begleitet viele der Arbeiten und organisiert Führungen – etwa zu den naturalistischen Zeichnungen von Lea Carla Diestelhorst in der Ludwigstraße oder zur von ihr gestalteten Tiefgaragen-Einfahrt am Rathaus.

Kunst im Wandel

Street-Art in Dortmund ist dynamisch. Werke wie die bunte Skyline von The London Police an der Brinkhoffstraße sind vergänglich – bald weicht sie einem Neubau. Doch neue Flächen, neue Ideen und neue Künstler*innen stehen schon bereit. Diese Stadt bleibt in Bewegung – auch an der Wand.

Street-Art-Spots im Überblick
In der Dortmunder Innenstadt ist die Straße zur Leinwand geworden: Acht eindrucksvolle Wandgemälde zeigen die Bandbreite urbaner Kunst – von typografischen Arbeiten über ikonische Comicfiguren bis zu anonymen Mosaiken.


  • „Another Weekend“ von Stefan Marx
    Brückstraße 51, 44135 Dortmund
    Typografisches Mural aus 2019 im Rahmen der Ausstellung „Ruhr Ding: Territorien“.



  • Abstraktes Wandbild von MOST
    Brückstraße 21, 44135 Dortmund
    Schwarz-weißes Mural mit geometrischen Formen von 2017, entstanden beim Festival „TransUrban“.



  • Pixeliger Geist im Pacman-Stil
    Brückstraße 42, 44135 Dortmund
    Anonymes Mosaik mit Retro-Anmutung am Brückcenter.



  • Mural von The London Police
    Königswall 29, 44137 Dortmund
    Comicartige Skyline mit „LADS“-Figuren, realisiert 2012.



  • Typografie von Parole
    Gerberstraße 3, 44135 Dortmund
    Verzerrte Buchstabenformen in ornamentaler Struktur aus dem Jahr 2020.



  • „Alter Mann im Spiegel“ von Alex Senna
    Reinoldistraße 2–4, 44135 Dortmund
    Monochromes Werk auf dem Türrollo des Clubs „Oma Doris“, geschaffen 2014.



  • Tunnelwand von Lea Carla Diestelhorst
    Hansastraße 2–4, 44137 Dortmund (Rathaus-Tiefgarage)
    Gestisch-abstrakte Linien auf beiden Seiten der Einfahrt, realisiert im Rahmen eines Innenstadtprojekts.



  • „Optichromie“ von Felipe Pantone
    Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund
    Zylinderförmiges Objekt mit digitaler Farbästhetik, Teil einer globalen Serie (2018).



Quelle: dortmund.de, streetartcities.com, TransUrban, 44309/GALLERY
Bildquelle: © Benito Barajas

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