20 Jahre Hoesch-Museum: Zwei Dekaden Industriekultur in Dortmund
Das Hoesch-Museum Dortmund feiert am 23. Oktober 2025 sein 20-jähriges Jubiläum. Die Einrichtung wurde an diesem Tag vor zwei Jahrzehnten im ehemaligen Pförtnerhaus der Westfalenhütte feierlich eröffnet und blickt auf 20 Jahre ehrenamtliches Engagement, Forschung und lebendige Erinnerung zurück.
Stimmen zum Jubiläum und Bedeutung des Museums
- Stadtdirektor und Kulturdezernent Jörg Stüdemann betont: „Die Namen Hoesch und Dortmund sind untrennbar miteinander verbunden. Durch das Museum halten wir diese Geschichte lebendig und blicken mit einem engagierten Museumsprogramm gleichzeitig auf Gegenwart und Zukunft.“
- Nicole Sommer, Leiterin Corporate Citizenship von thyssenkrupp Steel, hebt hervor: „Das Hoesch-Museum erzählt nicht nur die Stahlgeschichte Dortmunds, sondern schafft auch Raum für einen lebendigen Dialog über den Wandel unserer Region.“
- Isolde Parussel, Leiterin des Hoesch-Museums, bekräftigt: „Das Hoesch-Museum ist mehr als ein Ort der Erinnerung – es ist ein Ort, an dem die Menschen die Geschichte ihrer Stadt lebendig halten.“
Das Herzstück: Ehrenamtliches Engagement
Rund 70 Ehrenamtliche, von denen viele einen direkten Bezug zur ehemaligen Hoesch AG haben, bilden das Rückgrat des Museumsbetriebs. Seit 2003 waren über 200 Freiwillige aktiv. Das Team leistete im Jahresdurchschnitt rund 11.000 Arbeitsstunden, was etwa sieben Vollzeitstellen entspricht.
- Die Motivation: „Ich bekomme eigentlich genauso viel aus dem Ehrenamt raus, wie ich reinstecke“, so die ehrenamtliche Mitarbeiterin Gisela Piechotta.
- Engagement: Zwölf Ehrenamtliche, darunter Peter Kocbeck und Hans-Otto Wolf, sind seit der ersten Stunde dabei.
Blick nach vorn: Wandel und Zukunft
Das Museum verfolgt das Ziel, die Hoesch-Geschichte und Identität der Stahlstadt zu bewahren, auch nachdem die Stahlproduktion am Standort endete. Dr. Karl Lauschke vom Trägerverein des Museums erklärt: „Wir wollen mit unserem historischen Blick nach vorne schauen.”
Mit der Eröffnung des neuen Hoesch-Stahlhauses L141 im Mai 2025 schuf sich das Museum ein zusätzliches Begegnungs- und Vermittlungszentrum. Für die Zukunft sind eine stärkere Einbindung in den Stadtteil und eine Neukonzeption der Dauerausstellung mit digitalen Vermittlungsformen geplant.

