11. Mai 2022 / Land NRW

Gemeinsame Erklärung für die Motoradsaison: gut. sicher. leise

Viel Spaß auf dem Motorrad – aber bitte mit Rücksicht und Vernunft!“

Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer freuen sich, dass es wieder losgeht: Die Motorradsaison mit sonnigen Tagen, an denen sie die schönen Ausflugsstrecken in Nordrhein-Westfalen genießen können. Für viele Anwohnerinnen und Anwohner entlang eben dieser Routen beginnt die Sorge vor dem Motorradlärm, wenn es auf ihren Terrassen und in den Gärten laut werden kann.

Die Landesregierung setzt sich kontinuierlich für mehr Sicherheit und Ruhe auf den Straßen ein. Deshalb rufen in diesem Jahr Verkehrsministerin Ina Brandes und Innenminister Herbert Reul gemeinsam mit dem „Bundesverband gegen Motorradlärm“, der Initiative „Silent Rider e. V.“ und dem „Bundesverband der Motorradfahrer e.V.“ an alle Bikerinnen und Biker dazu auf, umsichtig und mit Rücksicht zu fahren. Die Erklärung: „gut. sicher. leise. Gemeinsame Erklärung für die Motorradsaison 2022“ wurde, am 9. Mai, am beliebten Ausflugsziel „Grafenmühle“ in Bottrop unterzeichnet.

Verkehrsministerin Ina Brandes: „Ob auf den schönen Straßen des Münsterlandes, entlang des Rheins oder durch das kurvige Sauerland: Nordrhein-Westfalen bietet eine Fülle an attraktiven Routen, um das Motorradfahren zu genießen. Die neue Saison soll aber allen Freude machen: Denen, die auf dem Motorrad unterwegs sind – und denen, die draußen Ruhe genießen wollen. Es freut mich sehr, dass wir in diesem Jahr gemeinsam mit dem ‚Bundesverband gegen Motorradlärm‘, dem Verein ‚Silent Biker‘ und dem ‚Bundesverband der Motorradfahrer e.V.‘ an alle Motorradfans appellieren, rücksichtsvoll und vor allem leiser zu fahren. Das vermeidet Konflikte, verbessert die Lebensqualität und schont auch das Klima. So können Anwohner und Motorradfahrer gemeinsam entlang der schönen Ausflugsstrecken ihre Freizeit genießen.“

Das Ziel des Landes ist es, Bikerinnen und Biker nachhaltig dafür zu sensibilisieren, angemessen und umsichtig zu fahren.
Das erhöht auch die Sicherheit im Straßenverkehr:

Rücksichtsvolles Fahren verringert Unfallrisiko und Lärm

Innenminister Herbert Reul: „Überhöhte Geschwindigkeit und waghalsiges Beschleunigen erzeugen nicht nur störenden Motorradlärm, sondern verursachen auch die Mehrzahl der Unfälle. Insofern bedeutet mehr Lärm auch mehr Unfälle. Beides ist vermeidbar und hängt stark von der eigenen Fahrweise ab. Wer rücksichtsvoll und vorsichtig fährt, senkt deshalb neben dem Motorradlärm auch das eigene Unfallrisiko ganz erheblich. Biker, die wiederholt durch unbesonnene und riskante Fahrweise auffallen, werden durch die Polizei aus dem Verkehr gezogen. Das gilt genauso bei illegalem Tuning, um den Lärmpegel der Maschine zu erhöhen.“

Im vergangenen Jahr hatte das Verkehrsministerium die Landesinitiative „Ich bin #leiserbiker. Gas runter! Lärm runter!“ gestartet und ein starkes Zeichen für mehr Achtsamkeit, Rücksicht und Respekt auf der Straße gesetzt. Landesweit wurden an rund 150 Standorten auf Informationstafeln der Landesverkehrswacht Bikerinnen und Biker aus Nordrhein-Westfalen vorgestellt: Sie alle sind als #leiserbiker mit Respekt und Rücksichtnahme im Land unterwegs.

Immer wieder hatte das Verkehrsministerium an weitere interessierte Kommunen die #leiserbiker-Plakate verschickt, damit an besonders betroffenen Orten stärker für eine angemessene Fahrweise geworben wird. Zugleich wurde der Dialog mit den Verbänden, die sich gegen Motorradlärm einsetzen, fortgeführt.

Jürgen Steeger, Sprecher des Bundesverbandes gegen Motorradlärm: „Der belastende Lärm durch einige Motorräder auf unseren Straßen muss aufhören. Nicht in fünf Jahren. Jetzt!“.

Michael Lenzen, Vorsitzender des Bundesverbandes der Motorradfahrer e.V.: „Motorradfahrer haben es weitgehend selbst in der Hand, wie laut ihr Motorrad ist. Am Ortsausgang Gas zu geben, um die Beschleunigung zu spüren, macht Spaß und ist reizvoll, aber es muss nicht in einem niedrigen Gang sein, der dazu führt, dass die Maschine laut wird. Das geht auch in einem höheren Gang und damit leiser. Davon profitieren die Anwohner. ‚Fahrt so, als würdet Ihr selber an der Strecke wohnen‘, das ist der Appell hinter Sensibilisierungsaktion von NRW-Verkehrs- und Innenministerium, die der BVDM nachdrücklich unterstützt.“

Marco Schmunkamp, Vorsitzender der Initiative „Silent Rider e.V.“: „Wer an das Verhalten appelliert, darf nicht vergessen, das Fehlverhalten einfach und unkompliziert zu ahnden.“

Land hat Bund aufgefordert, aktiv zu werden

Dafür setzt sich das Land politisch ein: Auf Initiative Nordrhein-Westfalens hat der Bundesrat die Bundesregierung bereits 2020 aufgefordert, sich auf europäischer und internationaler Ebene stärker für geringere Lärmemissionen bei Motorrädern einzusetzen. Motorräder sollen nicht nur bei der Typprüfung die gesetzlich vorgeschriebenen Geräuschwerte einhalten, sondern später auch im Fahrbetrieb. Zudem sollen die Strafen für extra-laut “getunte” Motorräder härter werden.

Der Landesregierung ist allerdings bewusst, dass dieses Verfahren länger dauern kann. Daher wirbt sie gemeinsam mit den Verbänden um rücksichtsvolles Fahren und wird Verstöße entsprechend ahnden.

Quelle: Land NRW

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