20. Oktober 2025 / Mobil in Dortmund

Verkehrsministerium plant Reform: Günstigerer Führerschein mit App und Simulator

Führerschein-Kosten sollen sinken: 📱 Das Verkehrsministerium plant flexiblere Theorie per App und Nachtfahrten im Simulator.

Veröffentlicht am 20. Oktober 2025 um 10:49 Uhr

Reformpläne des Bundesverkehrsministeriums zur Senkung der Führerscheinkosten

Angesichts durchschnittlicher Kosten von rund 3.400 Euro für den Pkw-Führerschein der Klasse B hat das Bundesverkehrsministerium Reformvorschläge zur Verbilligung des Ausbildungs- und Prüfungsverfahrens präsentiert. Diese Pläne zielen darauf ab, die finanzielle Belastung für viele Menschen in Deutschland zu reduzieren.

Geplante Änderungen in der Fahrausbildung

Die vorgeschlagenen Reformen umfassen mehrere Bereiche, wobei die Verkehrssicherheit weiterhin als "oberstes Gebot" betrachtet wird:

  • Theoretische Ausbildung: Künftig soll jede Fahrschule die Lernmethoden frei entscheiden können. Es wird kein verpflichtender Präsenzunterricht mehr vorgeschrieben. Die theoretische Aneignung des Lernstoffs soll auch per App möglich werden, wobei der Lernstoff derselbe bleibt. Durch den Wegfall verpflichtender Schulungsräume entfallen Kontrollpflichten der Länder.
  • Praktische Ausbildung: Das Ministerium plant die Einführung von Nachtfahrten im Simulator. Dies soll eine kompaktere und preiswertere Ausbildung ermöglichen.

Verkürzung der Theorieprüfung

Auch die theoretische Prüfung soll reformiert werden. Der Fragenkatalog, der derzeit 1.169 Fragen umfasst und im Laufe der Jahre stark gewachsen ist, soll künftig um ein Drittel gekürzt werden.

Hintergrund und Unterstützung

Die Verkehrsminister der Länder hatten bereits im April 2025 auf einer Konferenz in Nürnberg eine Reduzierung der stark gestiegenen Führerscheinkosten gefordert. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) sagte der dpa, dass die theoretische Ausbildung als überfrachtet angesehen werde, was zu hohen Durchfallquoten und damit verbundenen Kostensteigerungen führe. Unterstützung für die Reformpläne des Ministeriums kommt von den Fahrlehrern. Die Verkehrsministerkonferenz sieht die hohen Kosten als ein Hemmnis für die individuelle Mobilität, insbesondere in ländlichen Gebieten.

Quelle: Berichte zum Stand vom 16.10.2025 und 02.04.2025 über die Pläne des Verkehrsministeriums und die Konferenz der Ressortchefs.
Bildquelle: generiert mit KI

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