Kulturvertrag mit Hoffnung: Was die neue Bundesregierung plant
„Verantwortung für Deutschland“ – unter diesem Titel stellt die neue Regierungskoalition ihren Koalitionsvertrag für die Legislaturperiode 2025–2029 vor. Besonders im Kapitel „Kultur und Medien“ finden sich zentrale Weichenstellungen für die Kulturpolitik.
Freie Szene im FokusErstmals wird die Freie Szene explizit erwähnt. Die Bundesregierung betont die soziale Lage von Künstler*innen und kündigt an, bei Bundesförderprogrammen künftig Mindestgagen und Honoraruntergrenzen zu berücksichtigen.
Programme werden fortgeführt – unter VorbehaltBestehende Förderungen wie der Kulturpass und die Green Culture Anlaufstelle sollen überprüft und unter Umständen fortgeführt werden. Damit bleiben wichtige Projekte zumindest im Gespräch.
Unklarheiten bei „Kultur & KI“Unkonkret bleibt die Ankündigung einer Strategie „Kultur & KI“. Hier fordert der Deutsche Kulturrat mehr Klarheit und eine enge Einbindung der Kulturszene.
Fehlendes Bekenntnis zum Staatsziel KulturIn seiner ersten Analyse lobt der Deutsche Kulturrat die solide Basis, kritisiert aber: „Es fehlt das Bekenntnis zum Staatsziel Kultur.“ Die neuen Vorgaben seien ein Anfang, doch es brauche mehr politische Haltung, um Kultur nachhaltig zu fördern.

