Historisches Scheitern: Merz scheitert im ersten Kanzlerwahlgang
Am 6. Mai 2025 ist Friedrich Merz bei der Kanzlerwahl im Bundestag durchgefallen – als erster Kandidat in der Geschichte der Bundesrepublik. Die CDU/CSU-SPD-Koalition verfehlte die notwendige Mehrheit. Nun drohen politisch turbulente Tage.
Was geschah im Bundestag?
- ✅ Merz erhielt nur 310 statt der erforderlichen 316 Stimmen
- ✅ 736 Abgeordnete, 682 Stimmen abgegeben, mindestens 18 Enthaltungen oder Gegenstimmen aus der Koalition
- 📌 CDU/CSU und SPD verfügen gemeinsam über 328 Sitze
Was sagt das Grundgesetz?
Artikel 63 regelt die Kanzlerwahl: Nach dem ersten Scheitern bleiben dem Bundestag 14 Tage für einen zweiten Wahlgang. Gelingt auch dort keine absolute Mehrheit, folgt ein dritter Wahlgang. Dann entscheidet der Bundespräsident – er kann die Kandidat*in mit relativer Mehrheit ernennen oder den Bundestag auflösen. Im letzteren Fall drohen Neuwahlen im Sommer 2025.
Und bis dahin?
Olaf Scholz bleibt geschäftsführend im Amt. Er und sein Kabinett dürfen keine neuen politischen Richtungen vorgeben, sondern lediglich die laufenden Regierungsgeschäfte fortführen – bis ein neuer Kanzler gewählt ist.
Politische Reaktionen & Ausblick
Das Ergebnis gilt parteiübergreifend als Signal für interne Unruhe. Stimmen aus SPD und CDU/CSU fordern nun mehr Dialog, die Opposition spricht von einem „Vertrauensbruch“. Ein zweiter Wahlgang ist ab dem 13. Mai möglich – bis dahin dürfte intensiv verhandelt werden. Merz selbst hat sich noch nicht offiziell geäußert.


