Proteste und Vandalismus in Dortmund nach Migrationsdebatte CDU-Geschäftsstelle mit Farbe beschmiert – Demo am Abend geplant
Die Migrationsdebatte im Bundestag sorgt auch in Dortmund für Spannungen. In der Nacht zu Donnerstag (30. Januar) wurde die CDU-Geschäftsstelle in der Innenstadt mit roten Farbbeuteln beworfen und mit politischen Schriftzügen versehen. Auch in Lünen wurde eine CDU-Geschäftsstelle Ziel einer ähnlichen Aktion.
Staatsschutz ermittelt
Gegen 3:20 Uhr entdeckten Polizeibeamte die Schmierereien an der CDU-Geschäftsstelle in Dortmund. Etwa 40 Minuten später wurden ähnliche Beschädigungen in Lünen festgestellt. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen um Hinweise unter Tel. 0231/132-74.
Demonstration für eine „solidarische Gemeinschaft“
Für Donnerstagabend (30. Januar) wurde eine Demonstration unter dem Motto „Für die solidarische Gemeinschaft“ angekündigt. Hintergrund ist ein Antrag gegen Geflüchtete, den die CDU gemeinsam mit der AfD beschlossen hatte. Nach Polizeiangaben werden rund 500 Teilnehmer erwartet.
Die Demonstration startet um 18:00 Uhr an der Reinoldikirche und führt durch die Innenstadt über die Hansastraße, den Südwall und die Kleppingstraße. Das Ende ist gegen 22:00 Uhr geplant.
Oberbürgermeister Westphal kritisiert CDU-Vorgehen
Auch Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal äußerte sich zu der politischen Debatte. Auf Instagram kritisierte er das Vorgehen von CDU-Chef Friedrich Merz scharf und bezeichnete es als „falsch und sehr gefährlich“. Gleichzeitig betonte er, dass dies keine Rechtfertigung für Angriffe auf Parteibüros sei.

