„Lost Place“ wird Zukunftsort: Dortmund übernimmt ehemaliges Versorgungsamt
Ein bedeutendes Stück Dortmunder Industriekultur soll gerettet werden: Die Stadt hat das denkmalgeschützte Gebäude des ehemaligen Versorgungsamts zurückgekauft. Nach langem Leerstand und massiven Schäden durch Vandalismus will die Stadt das Haus baulich sichern und wiederbeleben.
Spekulation und Verfall gestoppt
Seit 2011 leerstehend, war das historische Gebäude mehrfach verkauft worden. Ideen zur Nutzung blieben folgenlos, es kam zu Einbrüchen und Brandstiftung. Nun setzt die Stadt ein Zeichen gegen Immobilienspekulation.
Ein Haus mit Geschichte
Erbaut zwischen 1916 und 1920, diente das Gebäude zunächst als Verwaltungsgebäude der Eisen- und Stahlwerke Union. Später war es Sitz des Versorgungsamts sowie Schauplatz wichtiger Sitzungen – unter anderem des Rates der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg.
Erhalt und Entwicklung als Ziel
Mit rund 18.000 Quadratmetern Fläche will die Stadt das Gebäude langfristig denkmalgerecht sanieren und einer neuen Nutzung zuführen. Eine Machbarkeitsstudie soll nun baulichen Zustand und Zukunftsperspektiven klären.

