Historisches Hochsee-Schutzabkommen der UNO tritt 2026 in Kraft
Das erste internationale Hochsee-Schutzabkommen der Vereinten Nationen (UNO) wird im Januar 2026 in Kraft treten. Nach mehr als 15 Jahren Verhandlungen wurde durch den Beitritt von Marokko und Sierra Leone die erforderliche Zahl von mindestens 60 Ratifizierungen des Vertrages erreicht.
Bedeutung und Umfang des Abkommens
UNO-Generalsekretär Guterres bezeichnete das Erreichen der Mindestzahl an Beitritten als einen „historischen Erfolg“. Das Abkommen schafft erstmals die Grundlage für:
- Die Ausweisung großer Schutzgebiete auf hoher See.
- Verbindliche Regeln zum Erhalt und zur nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt.
Dies ist von entscheidender Bedeutung, da die Regeln Gebiete außerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszonen einzelner Länder betreffen – dies entspricht zwei Drittel der gesamten Meeresgebiete weltweit.
Chronologie der Einigung
Die UNO-Mitgliedstaaten hatten bis zur Einigung im März 2023 über 15 Jahre um den Vertrag gerungen. Das Abkommen tritt 120 Tage nach Erreichen der 60. Ratifizierung in Kraft. Deutschland zählte zwar zu den ersten Unterzeichnern des Vertrages, die Ratifizierung durch die Bundesrepublik steht allerdings noch aus.

