Internationaler Tag des Versuchstiers: Ethik, Forschung und Protest
24. April 2025 – Weltweit wird heute an die Tiere erinnert, die in wissenschaftlichen Versuchen eingesetzt werden. Der Internationale Tag des Versuchstiers wurde 1962 von der britischen Tierrechtsaktivistin Muriel Dowding ins Leben gerufen. Er fällt auf den Geburtstag ihres verstorbenen Mannes Lord Hugh Dowding.
Warum dieser Tag wichtig istTierversuche sind seit Jahrzehnten Bestandteil medizinischer und wissenschaftlicher Forschung. Der Aktionstag soll Aufmerksamkeit schaffen – für das Leid der Tiere, für die ethischen Fragen dahinter und für alternative Methoden.
Unterschiedliche Perspektiven- Tierschutzorganisationen wie Ärzte gegen Tierversuche e.V. oder PETA nutzen den Tag, um ein generelles Ende aller Tierversuche zu fordern.
- Forschungseinrichtungen betonen ihre Fortschritte im sogenannten 3R-Prinzip: Replace (Ersetzen), Reduce (Reduzieren), Refine (Verbessern).
Weltweit werden jährlich über 100 Millionen Wirbeltiere in Versuchen eingesetzt. In Deutschland waren es 2023 rund 2,5 Millionen – meist Mäuse, Ratten und Fische.
Aktionen 2025- Berlin: Infostand am Alexanderplatz (10–18 Uhr)
- München: Mahnwache vor dem Bayerischen Landtag (12–14 Uhr)
- Köln: Podiumsdiskussion im Rautenstrauch-Joest-Museum (19 Uhr)
Neue Methoden wie „Organ-on-a-Chip“-Modelle, Organoide und Computersimulationen bieten das Potenzial, Tierversuche langfristig zu ersetzen.
Ein Tag der ReflexionDer Aktionstag lädt dazu ein, sich über aktuelle Forschung, ethische Herausforderungen und mögliche Zukunftswege zu informieren – und aktiv mitzugestalten.

