Toter Pottwal vor Sylt geborgen – Untersuchung läuft
Ein 14,3 Meter langer Pottwal wurde nahe des Hörnumer Hafens an den Strand von Sylt gezogen. Der Kadaver wird nun von Experten zerlegt und untersucht. Der Transport erfolgt zur Tierkörperverwertungsanlage nach Jagel, wo Wissenschaftler Proben entnehmen, um die Todesursache zu klären.
Warum strandete der Wal?
Forscher vermuten, dass sich der Wal verirrt hat oder durch Umweltfaktoren orientierungslos wurde. Pottwale nutzen zur Navigation ein Echolot, das für die Tiefsee ausgelegt ist. In flachen Gewässern wie der Nordsee funktioniert dieses System schlechter.
Gefahr durch Gase im Kadaver
Die Bergung war heikel: Durch Zersetzungsprozesse im Inneren des Wals bildeten sich Gase, die zur Explosion des Kadavers hätten führen können. Der Strand wurde vorsorglich gesperrt.
Pottwale und die Nordsee
Pottwale sind die größten Zahnwale der Welt. Strandungen sind selten, aber nicht ungewöhnlich – zuletzt verirrten sich 2016 zwölf Pottwale ins Wattenmeer.

