24. April 2025 / Wirtschaft in Dortmund

Wohnungsmarkt: Wunsch und Wirklichkeit klaffen oft auseinander

Günstige Kleinwohnungen sind gesucht, aber kaum verfügbar – besonders in Großstädten passt das Mietangebot nicht zur Nachfrage.

Veröffentlicht am 24. April 2025 um 10:33 Uhr

Wohnungsmarkt: Wunsch und Wirklichkeit klaffen oft auseinander

Berlin, 23. April 2025 – Der Immobilienmarkt in deutschen Großstädten steht weiter unter Druck. Eine aktuelle Analyse von ImmoScout24 belegt, dass die Nachfrage nach kleinen und günstigen Mietwohnungen häufig nicht zum verfügbaren Angebot passt. Vor allem in Metropolen wie Berlin, Hamburg und München gehen die Vorstellungen von Mietpreis und Wohnfläche weit auseinander.

Was zeigt die Analyse?

Die Studie vergleicht die Angaben von Wohnungssuchenden mit den tatsächlich verfügbaren Mietobjekten. In Berlin liegt die Wunschmiete bei 9,71 Euro pro Quadratmeter, das Angebot jedoch bei 14,27 Euro – eine Differenz von 47 Prozent. Auch bei der Wohnfläche gibt es Abweichungen: In München suchen Mieter im Schnitt nach 54 m², angeboten werden jedoch 67 m².

Wie sieht es in Dortmund aus?

Dortmund gehört zu den wenigen Städten, in denen Angebot und Nachfrage nahezu deckungsgleich sind. Gesucht und angeboten werden durchschnittlich 64 bis 67 Quadratmeter Wohnfläche bei einem Mietpreis von 8,41 Euro pro Quadratmeter.

Warum ist die Kluft so groß?

„Die Diskrepanz spiegelt den Wunsch nach bezahlbarem Wohnraum wider“, sagt Dr. Gesa Crockford von ImmoScout24. Viele Mieter reduzieren bewusst ihren Flächenanspruch, um in begehrten Stadtlagen bleiben zu können.

Welche Städte sind besonders betroffen?

Neben Berlin weisen auch Hamburg (24 % Differenz) und München (13 %) hohe Abweichungen zwischen Wunsch- und Angebotsmieten auf. In Leipzig, Bremen, Dortmund und Dresden liegen Wunsch- und Angebotspreise hingegen maximal ein Prozent auseinander.

Hintergrund zur Erhebung

Grundlage der Analyse sind die im ersten Quartal 2025 bei ImmoScout24 eingestellten Mietangebote sowie die Suchprofile der Nutzer*innen. Untersucht wurden die 15 größten Städte Deutschlands.

Quelle: ImmoScout24
Bildquelle:  ImmoScout24

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