22. April 2024 / Aktuelles aus der Stadt

Familien tauchen im Museum Ostwall „Kopfüber in die Kunst“

Kopfüber in die Kunst

Das Museum Ostwall im Dortmunder U zeigt mit „Kopfüber in die Kunst“ ab dem 21. April eine Reihe von raumgreifenden Kunstwerken internationaler Künstler*innen. Passend für Kunstfans und Kinder mit Spaß an faszinierenden Entdeckungen.
Dicke, mit Fell überzogene Säulen geben bei Berührung Tierlaute von sich. „Du musst bei der Elefantenhaut ein bisschen fester streicheln“, sagt Kristina. Sie ist neun und eine der Kunst-Scouts, die spezielle Führungen für Kinder und Familien anbieten. In „Kopfüber in die Kunst – Vom Environment zur Immersion“ lädt ein Kunstparcours mit acht unterschiedlichen Installationen ein, Kunst mit dem Körper und allen Sinnen zu erfahren.

Bild: Roland Baege
Leichter Zugang zur Kunst mit vielen Sinnen
Es ist eine organische Höhle in rosa – Schaumstoff zieht sich in Wellen an den Wänden entlang. Der „Schaumraum“ von Ferdinand Spindel lädt zum Erkunden, Fühlen und Fotografieren ein. Ein Selfie-Spot. Der Raum ist die erste Station dieses Ausstellungsparcours, der einen leichten Zugang für alle Sinne in die Kunst schafft. Und er hat viel mit der Geschichte des Museum Ostwall im Dortmunder U zu tun, das in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag feiert.

Zurück zu den Anfängen des Museum Ostwall
Unter Direktor Eugen Thiemann (1967-1987) wurden im Museum erstmals Environments gezeigt, wie diese Arbeit von Ferdinand Spindel. Den „Schaumraum“ gab es schon einmal 1969 im Museum am Ostwall, nun anhand von Fotos aus dieser Zeit in Originalgröße rekonstruiert wurde. Ein Aufruf des Museums befragte Zeitzeug*innen, wie sie den damaligen „Schaumraum“ erlebt haben. „Zum Beispiel sagte eine Besucherin, dass man den Ausgang vom Eingang aus nicht gesehen hat. Das hat uns sehr geholfen,“ so Michael Griff, Kurator der Ausstellung.

Das gesamte Konzept der Ausstellung hat viel mit der im Wortsinn bewegten Geschichte des Museums zu tun. Auf einem Foto Ende der 60er Jahre sieht man Erwachsene, aber auch viele Kinder im Museum Ostwall. „Da wird bereits deutlich, dass schon Kinder von den Environments fasziniert waren. Die Ausstellung zieht einen Bogen zur unserer Museumsgeschichte“, sagt Museumsdirektorin Regina Selter.
 
 
Environment - Eintauchen in die Kunstwerke
Spätestens mit den Environments, des raumgreifenden Installationen der 1960er Jahre, haben Künstler*innen die Bewegung des Publikums im und um das Werk bewusst im Blick. Aus dem passiven Publikum werden Menschen, die mit allen Sinnen aktiv werden müssen, um in das Kunstwerk „einzutauchen“ – Kunstwerke sollen nicht mehr nur still und andächtig betrachtet werden; auch Bewegung und Spiel können zum Kunsterlebnis zählen. In einem Parcours aus acht Installationen können die Kunsträume aktiv erlebt und spielerisch erprobt werden.

Räume geraten in Bewegung
Wie zum Beispiel bei Marinella Pirellis Werk „Film Ambiente“ (1969/2004). Ein scheinbar durchsichtiger Kubus steht im Raum, darauf wird ein Film projiziert. Tatsächlich besteht das Raumgerüst aus transparenten Bahnen, durch die sich die Besucher*innen einen Weg hinein bahnen können, raschelnd durch die durchsichtigen Steifen gehen und somit mit ihrer Bewegung diese Elemente verändern. „Wir haben bei den Familiensonntagen im Dortmunder U Kinder gefragt, was sie sich für eine Ausstellung wünschen. Und Bewegung stand da an erster Stelle“, so die Kuratorin Viktoria von Pidoll.

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