6. Dezember 2023 / Energie in Dortmund

Trend zu geringeren Energieverbräuchen bei städtischen Gebäuden setzt sich 2022 fort

Was bedeutet das?

Städtische Gebäude verbrauchen zunehmend weniger Energie. Damit ist es der Städtischen Immobilienwirtschaft gelungen, den seit zehn Jahren anhaltenden Trend bei den Gebäuden und Liegenschaften in ihrer Betreuung auch 2022 fortzusetzen.

Das geht aus dem Energiebericht hervor, den das Energiemanagement der Immobilienwirtschaft jetzt dem Verwaltungsvorstand vorgelegt hat. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 2022 witterungsbereinigt jedoch auch leichte Verbrauchsanstiege zu verzeichnen.

Zahlen und Fakten

Das Energiemanagement der Städtischen Immobilienwirtschaft betreut über 1350 Gebäude und Liegenschaften mit einer beheizten Brutto-Grundfläche von ca. 1,68 Mio. Quadratmetern. Dazu zählen Schulen, Jugendeinrichtungen und Tageseinrichtungen für Kinder, Verwaltungsgebäude, Feuerwachen, Sporteinrichtungen und Friedhöfe.

Der absolute Wärmeverbrauch in den Gebäuden und Liegenschaften ist aufgrund der milden Witterung sowie der Energiesparmaßnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 13,5 Prozent gesunken. Witterungsbereinigt ist jedoch ein leichter Anstieg um 0,6 Prozent (von 141.890 MWh auf 142.736 MWh) zu verzeichnen. Auch der Stromverbrauch ist um 3,5 Prozent gestiegen (von 35.881 MWh auf 37.145 MWh). Aufgrund des trockenen Sommers erhöhte sich der Wasserverbrauch um 18,7 Prozent (von 608.638 m³ auf 722.621 m³).

Die Gesamtkosten stiegen im Jahr 2022 um 1,69 Mio. auf ca. 24 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Dafür waren 2022 vor allem die Tarifsteigerungen bei der Wärme verantwortlich. Die steigenden Großhandelspreise beim Strom wurden durch den Entfall der EEG-Umlage kompensiert. Im Strom- und Wasserbereich sorgten Mehrverbräuche für erhöhte Ausgaben.

Für Energie und Wasser sind im Jahr 2022 folgende Kosten entstanden:

  • Wärme : 13,16 Mio. Euro (+ 10,0 Prozent)
  • Strom : 9,60 Mio. Euro (+ 3,6 Prozent)
  • Wasser : 1,26 Mio. Euro (+ 15,4 Prozent)

In den vergangenen zehn Jahren sind die Energieverbräuche der Gebäude gesunken. Diese Entwicklung setzte sich 2022 fort – trotz Flächenerweiterungen und gestiegener Nutzungsanforderungen.

Verbrauchsreduzierung 2022 im Vergleich zu 2013 :

  • Wärme: - 4,6 Prozent (witterungsbereinigt);
  • Strom: - 10,5 Prozent
  • Wasser: - 6,4 Prozent

Die absoluten Kosten betrugen im Jahr 2013 ca. 29,6 Mio. Euro (ca. 24 Mio. Euro im Jahr 2022).

Photovoltaik liefert 6,2 Prozent des Gesamtstromverbrauchs

Seit 26 Jahren kommen auf Dächern der städtischen Immobilienwirtschaft Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) zum Einsatz, die umweltfreundlichen Strom aus Sonnenenergie liefern. Die Zahl der Anlagen und der regenerative Stromertrag erhöhen sich Jahr für Jahr. 2022 erbrachten die PV-Anlagen eine Gesamtleistung von 2.562 kWp, das entspricht einem solaren Ertrag von 2,3 Mio. kWh. Mit dieser Menge könnten 534 Vier-Personen-Haushalten ein ganzes Jahr versorgt werden.

Die erzeugte Strommenge entspricht 6,2 Prozent des städtischen Gesamtstromverbrauchs. Gegenüber dem Jahr 2021 erhöhte sich der regenerative Stromertrag um ca. 15 Prozent. Die Zahl der PV-Anlagen auf städtischen Dächern wird weiter ansteigen: Ab 2024 sollen alle Neubauten eine Anlage zur Eigenstromnutzung erhalten, auch bei Dachsanierungen wird nachgerüstet.

Immer mehr Blockheizkraftwerke

Seit 2013 ist der Anteil der regenerativ und über Blockheizkraftwerke (BHKW) erzeugten Wärmemenge für die Beheizung von städtischen Gebäuden einschließlich der Warmwasserbereitung kontinuierlich von 2.702 MWh auf 3.133 MWh gestiegen. Dies entspricht einer Steigerung von 16 Prozent.

Sieben Holzpelletanlagen, fünf Luft-Wasser-Wärmepumpenanlagen, zwei Geothermieanlagen (Feuerwache 1 und Libellen-Grundschule) und 20 BHKW sind in Betrieb. Sechs weitere BHKW befinden sich in Planung oder kurz vor der Inbetriebnahme.

Energiebericht ab Ende Februar online

Nachdem er dem Rat der Stadt am 22. Februar 2024 vorgestellt wurde, wird der Energiebericht 2022 online veröffentlicht unter dortmund.de/immobilienwirtschaft .

Quelle: Stadt Dortmund

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