11. Juni 2020 / Aktuelles aus der Stadt

Coronavirus: Stadt Dortmund meldet weiteren Anstieg von Corona-Fallzahlen

Neun weitere positive Testergebnisse

Am Donnerstag, 11. Juni, sind neun weitere positive Testergebnisse dazugekommen.
Somit liegen seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund insgesamt 808 positive Tests vor. 727 Patient*innen haben die Erkrankung bereits überstanden und gelten als genesen.  Zurzeit werden in Dortmund 14 Corona-Patient*innen stationär behandelt, sechs von ihnen intensivmedizinisch, darunter zwei beatmete Personen. Es gibt somit in Dortmund bislang sechs Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. 

Der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Frank Renken, informiert:
"Seit Anfang Juni steigen die gemeldeten COVID-19-Fälle in Dortmund spürbar an. Während es in den zwei Wochen davor nur noch vereinzelte Meldungen gab, wurden vom 1. Juni bis heute 66 positive Fälle gemeldet. Die dazu durchgeführten umfangreichen Umgebungsuntersuchungen des Gesundheitsamtes haben ergeben, dass bis heute 29 Fälle im Zusammenhang mit zwei größeren Infektionssgeschehen stehen. 
Zum einen handelt es sich um ein Familienfest, bei dem es zur Ansteckung von zwölf Menschen mit Wohnsitz in Dortmund kam. Hier gibt es einen Zusammenhang zum Zuckerfest. Als weiteres Geschehen konnten bis heute 15 Ansteckungsfälle im Klinikum Dortmund gefunden werden. Bei den übrigen 37 Fällen laufen die Ermittlungen, um eventuelle weitere Ausbrüche ebenfalls zu erkennen. Zusammenhänge zu einer gemeinsamen Ansteckungsquelle konnten aber für diese Meldefälle bisher nicht gefunden werden. 
Hinsichtlich des Familienfestes wurden Quarantäne-Anordnungen für die Betroffenen und alle engen Kontaktpersonen während des Zusammentreffens ausgesprochen. Weitere Fälle aus dem Umfeld wurden danach nicht mehr bekannt. 
Anfang Juni meldete das Klinikum Dortmund eine Covid-19-Infektion bei einem Patienten mit einer entsprechenden Symptomatik. Der Patient war bei seiner Aufnahme zwei Wochen zuvor noch negativ getestet worden. Durch die zuständigen Mitarbeiter*innen der Krankenhaushygiene wurden daraufhin in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Untersuchungen von Personal und Patient*innen mit Kontakt zu dem Fall durchgeführt. Dabei wurden weitere Fälle entdeckt. 
Bisher wurden insgesamt rund 2.450 Personen (Personal und Patient*innen) dazu vom Klinikum untersucht. Dabei konnte bisher bei neun Mitarbeiter*innen und sechs Patient*innen SARS-CoV-2 nachgewiesen werden. Ein 82-jähriger Patient, der positiv getestet wurde, ist an den Folgen seiner Covid-Infektion inzwischen verstorben. 
Ich gehe derzeit davon aus, dass wir es mit einem zusammenhängenden Infektionsgeschehen im Klinikum zu tun haben. Es sind aber noch weitere Auswertungen erforderlich, um beurteilen zu können, ob alle gemeldeten Fälle einer Quelle zuzuordnen sind. Möglich ist auch, dass wir es mit mehreren unabhängigen Infektionsfällen zu tun haben. 
Bisher gab es in Dortmund weder in den stationären Pflegeeinrichtungen noch in den Krankenhäusern größere Ausbrüche. Im Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen im Klinikum sind bisher 49 Personen unter Quarantäne gestellt worden. Da noch nicht alle Untersuchungsergebnisse vorliegen, kann nicht gesagt werden, ob weitere Maßnahmen durch das Gesundheitsamt erforderlich sein werden. 
Besonders tragisch ist, dass wir im Rahmen des ansteigenden Infektionsgeschehens insgesamt zwei weitere Todesfälle infolge der Covid-Pandemie in Dortmund verzeichnen mussten. 
Der zweite Todesfall ereignete sich im St. Josefs-Hospital und betrifft einen 89-Jährigen, der mit multiplen Vorerkrankungen dort stationär aufgenommen worden war. Auch hier wurden entsprechende Umgebungsuntersuchungen eingeleitet und sind noch nicht abgeschlossen. 
Ich bin allerdings nicht überrascht, weil ich mit einem Anstieg der Infektionsraten infolge der seit etwa drei Wochen vollzogenen Lockerungen gerechnet habe. Nun kommt es darauf an, dass wir konsequent reagieren und insbesondere durch Quarantänemaßnahmen die festgestellten Übertragungsketten unterbrechen können. 
Es bleibt sehr wichtig, dass wir im öffentlichen Leben das Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern einhalten und bei direkten Kontakten mit anderen einen Mund-Nasen-Schutz tragen."

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