14. Juni 2021 / Vereinswesen

Ehrenamtliche beeindruckt beim Besuch des Bestattungshauses Lategahn

66 Stunden theoretischen Unterricht haben die ersten Ehrenamtlichen hinter sich

Bild: Susanne Lategahn im Gespräch mit Ehrenamtlichen des Ambulanten Erwachsenen Hospizdienstes Dunkelbunt

„Das hatte ich mir ganz anders vorgestellt!“ Elisabeth Koch zeigte sich positiv überrascht beim Besuch des Bestattungshauses Lategahn. Sie absolviert einen Befähigungskurs beim Ambulanten Erwachsenen Hospizdienst Dunkelbunt.
66 Stunden theoretischen Unterricht haben die ersten Ehrenamtlichen des frisch gegründeten Erwachsenen Hospizdienstes des Dortmunder Vereins Forum Dunkelbunt hinter sich. Was wegen Corona auf später verschoben werden musste, war der Besuch eines Bestattungshauses. In Susanne Lategahn aus Hörde fanden die Interessierten die Geschäftsführerin eines schon früh ganzheitlich denkenden Unternehmens. Sie stellte sich den vielen Fragen der Ehrenamtlichen und konnte dabei einige Vorurteile ausräumen: Es ging darum, wie eilig alles erledigt werden muss nach dem Tod, wie tote Menschen behandelt werden, was Angehörigen helfen kann, welche Möglichkeiten der persönlichen Beteiligung es gibt.

Susanne Lategahn machte dabei deutlich, dass ihrer Philosophie nach der Mensch Mensch bleibt, auch wenn er gestorben ist. Daraus folgt zwingendermaßen auch ein würdevoller Umgang mit dem toten Körper – ein wichtiger Aspekt, der Angehörigen hilft, den Abschied leichter zu gestalten.

Trotz alledem wurde deutlich, dass für die meisten der Umgang mit toten Körpern angstbesetzt und teilweise sogar gruselig ist. Susanne Lategahn warb auf sehr feinfühlige und sensible Art dafür, dass es auch hilfreich im Abschiedsprozess sein könnte, einige Schritte selbst zu gestalten. Dann führte Bestattungsfachkraft Julia Fialek die Gruppe durch alle Räume des Unternehmens. Fialek begann bereits mit 14 Jahren im Rahmen eines Schülerpraktikums bei Lategahn und hatte sich früh entschlossen, ihre Berufung im Bestattungsgewerbe zu suchen. Mit wieviel Herzblut sie ihren Beruf ausübt beeindruckte die Besuchergruppe, die antritt, um demnächst selbst als Sterbebegleiter*innen aktiv zu werden. Klar wurde dabei auch, welche wichtige Rolle eine positive Begleitung durch den Bestatter spielt.

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