22. November 2022 / Aktuelles aus der Stadt

Stadt Dortmund und Frauenverbände setzen Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Warum Ende November?

Gewalt und Diskriminierung an Frauen und Mädchen hat viele Facetten. Das Thema rückt jedes Jahr Ende November in den Fokus, wenn am 25. November unterschiedliche Aktionen in der Öffentlichkeit stattfinden. So auch in Dortmund.

Seit 1981 rufen Menschenrechtsorganisationen jährlich am 25. November zu einem Gedenktag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen auf, um auf die vielen Facetten von Gewalt und Diskriminierung aufmerksam zu machen.

Maresa Feldmann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dortmund, sieht dringenden Handlungsbedarf: "In Deutschland wird - statistisch gesehen - jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von physischer und/oder sexualisierter Gewalt."

Daher sei es wichtig, das Thema in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken "und im Sinne der Istanbul-Konvention strukturiert anzugehen, zu sensibilisieren und aufzuklären. Vor allem müssen Menschen darin gestärkt werden, auf ihr Umfeld zu achten und Unterstützung anzubieten."

Statements und Appelle an Öffentlichkeit und Politik
Die Dortmunder Frauenverbände sowie das Gleichstellungsbüro positionieren sich klar gegen die vielen Facetten der Gewalt an Mädchen und Frauen und setzen an diesem Tag mit unterschiedlichen Aktionen deutliche Zeichen in Richtung Gesellschaft, Politik, Täter und Betroffene.

Am 25. November findet um 17:00 Uhr eine Aktion der Dortmunder Frauenvereine und -verbände in der Innenstadt statt. Im Übergang zwischen Altem Markt und Westenhellweg werden Öffentlichkeit und Politik aufgefordert, hinzusehen und zu handeln.

Bei dieser Statement-Aktion werden - neben dem Verteilen von Informationsmaterialien zum Thema "Gewalt gegen Frauen" - auch die Gewinnerinnen-Motive des 2021 vom Gleichstellungsbüro Dortmund ausgerufenen Fotowettbewerbes "Mein Bild gegen Gewalt an Frauen" als Kartenset an Passant*innen verschenkt.

Wanderschau informiert über Menschenhandel
Ebenfalls am 25. November laden um 18:00 Uhr die Dortmunder Mitternachtsmission e.V. und das Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund zur Eröffnung der Wanderausstellung des KOK e.V. ein, In der Berswordt-Halle ist dann die Schau "Menschenhandel - Situation, Rechte und Unterstützung in Deutschland" zu sehen.

Informiert wird darin über die vielen Facetten der Themen Menschenhandel und Ausbeutung, die Rechte der Betroffenen und die Unterstützungsstruktur in Dortmund und ganz Deutschland.

Für die Eröffnung der Ausstellung konnte ein hochkarätiges Podium mit ausgewiesenen Expert*innen aus dem Bereich Justiz sowie aus der Beratungsinfrastruktur zusammengestellt werden. Andrea Hitzke, Leiterin der Dortmunder Mitternachtsmission e.V., wird zudem einen Einblick in die aktuelle Situation in Dortmund geben. Anmeldung unter gleichstellungsbuero@stadtdo.de.

Aktion mit Brötchen-Tüten schafft mehr Sichtbarkeit
Unter dem Motto "Gewalt kommt mir nicht in die Tüte!" beteiligt sich das Gleichstellungsbüro Dortmund zudem als einer von vielen Kooperationspartner*innen an der von der Fachhochschule Dortmund ins Leben gerufenen Brötchentüten-Aktion.

Rund 140.000 Papiertüten, auf denen der "stille Hilferuf" sowie Kontaktdaten des Dortmunder Frauenhauses, der Frauenberatungsstelle sowie des bundesweiten Hilfetelefons abgedruckt sind, werden ab dem 25. November in Dortmunder Bäckereien und Betriebskantinen anstatt der hauseigenen Brötchentüten ausgegeben. Unterstützt wird die Aktion von Sabine Reinsperger, bekannt als Schauspielerin im Dortmunder "Tatort", die der Kampagne ein Gesicht gibt.

Der "stille Hilferuf" wurde ursprünglich im April 2020 von der Canadian Women Foundation ins Leben gerufen, damit Mädchen und Frauen (während der Corona-Pandemie auch in Video-Calls) wortlos auf ihre Notlage aufmerksam machen können. Inzwischen dient das Handzeichen auch in analogen Situationen als Hilferuf. Auf den Brötchentüten ist neben dem Hilferuf und den gängigen Notrufnummern auch der Satz "Nein zu Gewalt an Mädchen und Frauen" in insgesamt dreizehn Sprachen zu finden.

2021 rief das Gleichstellungsbüro Dortmund anlässlich des Gedenktages gegen Gewalt an Frauen zu einem Amateur*innen-Fotowettbewerb auf. Gesucht wurden Motive von Dortmunderinnen, die Mut geben, Hoffnung machen und Stärke zeigen. Aus vielen Einsendungen wurden drei Gewinnerinnen ermittelt, deren Motive nun als Postkarten gedruckt wurden.

Quelle: Stadt Dortmund

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