13. März 2024 / Aktuelles aus der Stadt

Neues Citymanagement geht an den Start

Was hat das zu bedeuten?

Tilmann Insinger ist Dortmunds neuer Citymanager. Zu den ersten Schritten, die er mit seinem Team zur Stärkung der Innenstadt gehen möchte, zählen zwei besondere Fonds und ihre Umsetzung.

Gemeinsam mit demnächst zwei weiteren Kolleg*innen im Amt für Stadterneuerung bildet Insinger ab sofort die gebündelte Anlaufstelle und Schaltzentrale der City. Verstärkt wird dieses Kernteam noch durch jeweils eine weitere Person in der Wirtschaftsförderung, dem Fachbereich Marketing + Kommunikation sowie dem Amt für Angelegenheiten des Oberbürgermeisters und des Rates.

„Als Citymanagement sorgen wir gemeinsam dafür, dass aus guten Ideen Wirklichkeit wird“, beschreibt Insinger die Rolle des Teams. „Wir motivieren, vernetzen, beraten, fördern, veranstalten, werben – und bringen natürlich auch eigene Impulse ein.“

Insinger ist Raumplaner, lebt seit 1997 in Dortmund und war zuletzt im Amt für Stadterneuerung Projektleiter im Team City. Aus früherer Tätigkeit in einem Planungsbüro bringt er Erfahrung im Citymanagement anderer Kommunen mit. Auch für zahlreiche weitere Stadtentwicklungsprozesse hat er an der Schnittstelle zwischen Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gearbeitet. In Dortmund hat Insinger bereits den Aufbau des Vereins Qualitätsroute begleitet.

Kurze Wege und schneller Kontakt zu den richtigen Personen
Organisatorisch angesiedelt als Stabsstelle im Amt für Stadterneuerung, ist das Citymanagement ausgerichtet auf dynamische, fachbereichsübergreifende Arbeit. „Wir stehen für kurze Wege und schnellen Kontakt zu den richtigen Personen“, betont Insinger. „Wir sind Ansprechpartner*innen für alle möglichen City-Themen – von imagefördernden Aktionen über die Gestaltung öffentlicher Räume und Immobilien bis zu neuen Perspektiven für Leerstände. Entscheidend ist dabei der enge Austausch mit allen Akteur*innen unserer City.“

Arbeitsgrundlage für das Citymanagement sind die Profile für die neun Cityquartiere, die aus dem Prozess „Miteinander. Mitte. Machen.“ hervorgegangen waren. Um die darin skizzierten Ziele zu erreichen, setzt das Citymanagement auf den engen Schulterschluss mit Händler*innen, Immobilieneigentümer*innen und anderen Akteur*innen. „Um unsere City gemeinsam vorwärtszubringen, nutzen wir einen wachsenden Fundus an Instrumenten wie den City-Fonds und den Anmietungs-Fonds. Damit fördern und unterstützen wir private Aktivitäten in den Quartieren“, erklärt Insinger.

City-Fonds stärkt private Projekte
Der City-Fonds soll die City beleben, indem er private Initiativen und Aktionen kofinanziert: Jeder privat eingebrachte Euro wird durch den Fonds verdoppelt. Insgesamt können Zuschüsse von bis zu 90.000 Euro pro Jahr fließen. Über die Mittelverwendung entscheidet eine Jury mit Mitgliedern aus Politik, Verwaltung und privaten Akteur*innen, die Geschäftsführung übernimmt das Citymanagement. Über die zugehörige Richtlinie sowie die Jurybesetzung entscheidet der Rat am 21. März. Ist dieser Beschluss gefallen, kann es losgehen. „Wir freuen uns auf tolle Ideen und helfen gern bei Antragstellung, Planung und Umsetzung der Projekte“, betont Insinger.

Anmietungs-Fonds gegen Leerstände
Bereits gestartet ist der Anmietungs-Fonds. Das Ziel hier: Leerstände vermeiden und die City beleben. Die Förderung funktioniert so: Die Stadt mietet leerstehende Ladenlokale im Erdgeschoss vorübergehend an. Dafür zahlt sie den Eigentümer*innen eine Miete in Höhe von 70 Prozent der zuletzt erzielten Altmiete. Deutlich günstiger, nämlich für 20 Prozent der Altmiete, stellt die Stadt die Ladenlokale neuen Nutzer*innen zur Verfügung. Die finanzielle Lücke schließt die Stadt Dortmund aus dem landesgeförderten Fonds, der im NRW-Förderprogramm den offiziellen Titel „Verfügungsfonds Anmietungen“ trägt. Die Nebenkosten zahlen die neuen Nutzer*innen selbst.

„Der Anmietungs-Fonds ist ein echter Türöffner“, betont Insinger. „Wir gehen damit aktiv auf Eigentümer*innen leerer Geschäftsräume zu und schaffen dann die perfekte Verbindung mit einer starken Nutzungsidee. Die Förderung gibt innovativen Geschäften und anderen Angeboten die Chance, sich zu etablieren. Von der zusätzlichen Vielfalt, die dabei entsteht, profitiert die gesamte City.“

Insgesamt steht im Anmietungs-Fonds eine Million Euro zur Verfügung. 715.000 Euro davon stammen aus dem Programm „Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren" des Landes Nordrhein-Westfalen.

Gefördert wird eine Fläche von bis zu 300 Quadratmetern. Zeitlich ist die Förderung auf höchstens zwei Jahre begrenzt. Ziel ist es, die neuen Nutzer*innen auch darüber hinaus in der City zu etablieren.

Gefördert wird, was die City belebt
Möglich ist die Förderung für verschiedene Nutzungen, solange sie die City beleben und im Einklang mit den Quartiersprofilen stehen. Die Bandbreite reicht von Einzelhandel, Dienstleistungen und Gastronomie über Kinderbetreuung und Kreativangebote bis zu Urbaner Produktion. Innovative Ideen sind ausdrücklich erwünscht. Nur wenige Nutzungen, wie beispielsweise Sex-Shops oder Wettbüros, sind grundsätzlich nicht förderfähig. In manchen Fällen ist zusätzlich zur Mietförderung auch ein Zuschuss an die Eigentümer*innen für Umbauten möglich, die die neue Nutzung ermöglichen.

Kurze Bewerbungsunterlagen gibt es online
Wer ein leeres City-Ladenlokal oder einen Plan für eine Nutzung hat, kann sich ab sofort auf die Förderung bewerben. Auf der Seite zum Anmietungs-Fonds finden Sie Informationen und Bewerbungsformulare. Weitere Informationen gibt es außerdem unter dortmund.de/cityentwicklung.

Das Citymanagement ist zu erreichen unter citymanagement@dortmund.de .

Quelle Text: Stadt Dortmund

Quelle Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

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